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| Politik

Zweiter Wahlgang für den Luzerner Regierungsrat - Ausgangslage

Gestern wurde im Kanton Luzern gewählt. Drei Regierungsräte haben ihren Platz bereits fix. Jetzt geht es darum, wer einen der letzten beiden Sitze bekommt. Die CVP und die FDP, welche ihre Kandidaten bereits im Trockenen haben, lassen ihre Delegierten in den nächsten Tagen entscheiden, wie die Strategie für den zweiten Wahlgang lautet. Und die anderen Parteien?

SVP-Winiker hat gute Karten
SVP-Regierungsrat Paul Winiker hat das absolute Mehr um nur rund 700 Stimmen verpasst. Seine Wiederwahl dürfte im zweiten Wahlgang eine Formsache sein. Auf dem Land gilt der Kandidat als wenig bestritten, in der Stadt wird er jedoch kaum Stimmen holen. Die SVP will in den nächsten Tagen den Wahltag analysieren und dann mitteilen, wie es weitergeht. Sie liessen sich eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien offen, sagte Parteipräsidentin Angela Lüthold-Sidler gestern Abend. 

Schwerzmann wird es schwer haben
Er gehe selbstverständlich in den zweiten Wahlgang, so der parteilose Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. Er habe auf seiner Regierungsratsliste fünf bürgerliche Kandidaten gehabt; nun seien zwei übrig geblieben - auf seiner Liste für den zweiten Wahlgang werden die Namen Marcel Schwerzmann und Paul Winiker stehen, sagt er zu neo1. Zu seiner Strategie wollte er hingegen nicht mehr verraten. Klar ist: Mit dem 7.-besten Resultat wird er es schwer haben, gegen die beiden linksgrünen Kandidierenden bestehen zu können.

Links-grün: Soll es einer oder zwei Kandidierende sein?
Korintha Bärtsch (5. Platz) und Jörg Meyer (6. Platz) holten mehr Stimmen als Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. Nun geht es um die Frage, ob die Grünen und die SP sich auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin einigen können, oder ob sie beide ins Rennen schicken. Das werde noch ausgiebig diskutiert, sagten SP-Kantonalpräsident David Roth und Grünen-Präsident Maurus Frey am Abend des Wahlsonntags. Vereint sei jedoch die Motivation, dass sie einen linksgrünen Regierungssitz beanspruchen, so Frey. 

Roland Fischer (GLP): Zieht er sich zurück?
Der GLP-Kandidat hat mit 35365 Stimmen zwar ein passables Resultat erreicht, liegt aber deutlich hinter Marcel Schwerzmann. Den Sprung in den Kantonsrat hat Fischer jedoch geschafft. Es ist davon auszugehen, dass er auf den zweiten Wahlgang verzichtet.

Rudolf Schweizer (parteilos): Hat sich zurückgezogen
Der parteilose Rudolf Schweizer hat sich gemäss einer Mitteilung aus dem Rennen für den zweiten Wahlgang genommen. Fehlende Zeit und fehlendes Geld macht er geltend. Aussichten auf Erfolg hatte er jedoch sowieso so gut wie keine: Im ersten Wahlgang landete er mit 4234 abgeschlagen auf dem letzten Platz. 

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