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Zu hohe Mieten oder unnötige Studie?
Die Mieten in der Schweiz sind zwischen 2006 und 2021 deutlich stärker gestiegen, als aufgrund der Kostenentwicklung zu erwarten gewesen wäre. Das zeigt eine Studie des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (Bass), im Auftrag des Mieterverbandes.
In die Berechnung eingeflossen sind die Entwicklung der Hypothekarzinsen, der Inflation und der Unterhaltskosten. Insgesamt hätten Mieterinnen und Mieter innert 16 Jahren total 78 Milliarden Franken oder monatlich im Schnitt 200 Franken zu viel Miete bezahlt. "Wir haben nun konkrete Zahlen um zu Belegen, dass die Kosten an die Mieterinnen und Mieter weitergegeben werden", sagt Edith Siegenthaler, Präsidentin des Berner Mieterverbandes im Interview mit neo1. Der Berner Verband möchte nun die sogenannte Formularpflicht im Kanton Bern einführen. Soll heissen: Wenn eine Wohnung neu vermietet wird, muss offengelegt werden, was der vorherige Mieter an Miete bezahlt hat. Der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband fordert nun von der Politik, dafür zu sorgen, dass das Mietrecht von den Immobilienbesitzern eingehalten wird.
Gar keine Freude an der Studie hat der Hauseigentümerverband. In einer Mitteilung ist die Rede von einem Ammenmärchen und falsche Annahmen für die Studienzahlen. "Man schaut immer nur den Hypothekarzins, die Teuerung und die Mietzinse an. Das in dieser Zeit auch viele neue Wohnungen gebaut wurden, spielt in der Studie keine Rolle", sagt Urs Bättig, Sekretär des Berner Hauseigentümerverbandes zu neo1.
Genau dies fehle in der Studie. Diese sei deshalb auch nicht seriös. Der Hauseigentümerverband sieht ganz im Gegensatz zum Mieterverband keinen Handlungsbedarf.
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