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Zoobesuche nach Wiedereröffnung tiefsinniger
Als "beschaulich, aber tiefsinnig" beschreibt Tierparkdirektor Bernd Schildger die ersten Besuche des Tierparks Dählhölzli seit der Wiedereröffnung vor rund sechs Wochen. Nach wie vor bleibt ein Teil des Berner Zoos geschlossen, dazu ist die Besucherzahl im Aussenbereich auf höchstens 500 Personen limitiert. Trotz den Restriktionen und Schutzmassnahmen sagt Stefan Steiner, Geschäftsführer des Tier- und Erlebnisparks Seeteufel, dass die Wiedereröffnung des Parks ihm und seinem Team alles bedeute.
"Wenn das Wetter stimmt, wollen sich die Leute bewegen und sind froh um die Möglichkeit des Zoobesuchs im Berner Seeland", sagt Stefan Steiner. Wie im Dählhölzli, haben auch die Innenräume im Seeteufel momentan nur Durchgangsfunktion und auch die Tierhäuser sind von den Blicken der Besuchenden abgeschottet. Zu sehen gibt es in Studen gemäss Anordnung des Bundes alles an der frischen Luft. Das Seeteufel-Team sei einerseits froh, endlich wieder Besucherinnen und Besucher empfangen zu können - auch die Tiere seien froh um die wiedergewonnene Lebendigkeit im Tierpark. Andererseits fehlen der "normale" Restaurantbetrieb und die "normalen" Arbeitsbedingungen für die Angestellten doch noch, so Steiner im Interview mit neo1.
Auch das Dählhölzli in der Stadt Bern eröffnete zuletzt zum dritten Mal - nach einem Lockdown - wieder. Der Tierparkdirektor Bernd Schildger stellt fest, dass die Besucherinnen und Besucher welche trotz - oder gar aufgrund - der Restriktionen vorbei kommen ruhiger seien, als dies in seinen über zwänzig letzten Amtsjahren der Fall gewesen sei. "Die Menschen nehmen sich Zeit für die Tiere, sind höflich untereinander und nutzen die Zeit, um zu sich selbst zu finden." Die Menschen kämen zahlreich vorbei, allein über Ostern haben gemäss Schildger über 6'000 Besuchende den Tierpark besucht. Gegen Ende seiner Amtszeit als Berner Tierparkdirektor freut Bernd Schildger sich, diese Ruhe erleben zu dürfen. Derweil bedauert er natürlich, dass immer noch nicht alle Tiere des Dählhölzlis Besuch bekommen können und seine Mitarbeitenden zu Gunsten des Schutzkonzepts momentan herausfordernde Arbeitsbedingungen meistern müssen.
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