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Zelte auf Feldern und Wohnwagen auf Parkplätzen - Wildcampen boomt
Das Zelt einpacken oder mit dem Wohnwagen verreisen und dort campieren, wo es uns gerade passt - auf einem weiten, grünen Feld, an einem Fluss oder in den Bergen. Wildcampen boomt und stellt die Regionen im neo1-Land vor eine grosse Herausforderung.
Als Wildcamping wird das Übernachten von Personen in mobilen Unterkünften wie Zelten, Wohnwagen oder Wohnmobilen abseits von ausgewiesenen Campinganlagen und Stellplätzen bezeichnet. Wer seinen passenden Platz gefunden hat, schlägt sein Lager dort auf. Oftmals auch dort, wo Wildcamping gar nicht erlaubt ist. Z.B. in Natur- und Landschaftsschutzgebieten, in Moorlandschaften oder in Wildruhezonen. Ein weiteres Problem sei das Fehlen von sanitären Anlagen wie Duschen oder Toiletten, erklärt David Schnyder, Älpler und Vorstandsmitglied von Flühli-Sörenberg-Tourismus. Ausserdem sei das Campieren auf Weideflächen sehr gefährlich. Die Gemeinde hat deshalb die nötigen Massnahmen ergriffen. Flühli-Sörenberg hat mit Warnschildern auf Natur- und Landschaftsschutzgebiete hingewiesen und die Strasse zum Salwideli und Chessiloch gesperrt. Man wolle aber zusammen mit den Bergbahnen und Landbesitzern Lösungen für die Camper finden.
Auch andere Regionen und Gemeinden lernten das Phänomen Wildcamping in den letzten Monaten kennen. Auch Sigriswil musste sich damit auseinandersetzen. Wegen COVID-19 waren die Campingplätze geschlossen und es sei deshalb nachvollziehbar, dass die Nachfrage nach Wildcamping zugenommen hat, erklärt der Sigriswiler Gemeinderatspräsident Beat Oppliger. Ab und zu hätten zwar AnwohnerInnen interveniert, wenn - beispielsweise im Justistal - Gäste ungefragt auf Privatgrundstücken übernachtet haben. Die Gemeinde hätte jedoch keine Reklamationen erhalten. Ein Verbot sei von Seiten der Gemeinde vorerst nicht geplant. Weitere Abklärungen zum Thema würden sich auf eine nächste Legislatur verschieben.
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