(Bild: SDA)
Werbung
Leicht weniger Verkehrsunfälle auf Berner Strassen - Zunahme im Kanton Solothurn
Die Zahl der Verkehrsunfälle auf Berner Strassen ist 2024 leicht zurückgegangen. Wie die Kantonspolizei Bern am Montag mitteilte, wurden insgesamt 5337 Unfälle registriert. Das sind 168 weniger als im Vorjahr.
Verletzt wurden 2951 Menschen, 188 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verkehrstoten stieg leicht an: 29 Menschen kamen im Strassenverkehr ums Leben, eine Person mehr als 2023.
Besonders betroffen waren dabei sogenannte ungeschützte Verkehrsteilnehmende. Von den Getöteten waren 14 Personen zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem E-Bike unterwegs.
Personen im Alter von über 64 Jahren verursachten prozentual mehr Unfälle als die 18- bis 24-Jährigen. Seniorinnen und Senioren waren bei 995 Unfällen involviert, meist wegen Missachtung des Vortritts. Jüngere Fahrerinnen und Fahrer verursachten 886 Unfälle, oft wegen mangelnder Fahrpraxis oder überhöhter Geschwindigkeit.
Mehr Verletzte nach Unfällen auf Solothurner Strassen im Jahr 2024
Im Kanton Solothurn hat die Zahl der Verkehrsunfälle 2024 erneut zugenommen. Mit 1522 registrierten Fällen stieg sie im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent - so viele Unfälle wurden seit 2016 nicht mehr verzeichnet.
Die Kantonspolizei führt in ihrer am Montag veröffentlichten Verkehrsstatistik mehrere Gründe für die Zunahme auf. So sei ein "geringeres Toleranzverhalten von Unfallbeteiligten" spürbar. Diese würden auch bei gesetzlich nicht meldepflichtigen Unfällen die Polizei rufen.
Die Polizei verweist im Weiteren auch auf die allgemeine Verkehrszunahme sowie auf schneereiche Tage im November 2024, die innert kürzester Zeit zu einer Häufung von Unfällen geführt hätten.
Von den 1522 Unfällen endeten 880 mit Sachschaden, in 642 Fällen wurden eine oder mehrere Personen verletzt. Dabei erlitten 99 Menschen schwere Verletzungen, 14 von ihnen kamen ums Leben.
Nachdem 2023 mit drei getöteten Personen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war, liegt der Wert 2024 wieder auf dem hohen Niveau von 2022, wie die Polizei zu der Statistik festhält. In zwei Fällen war laut Statistik ein medizinisches Problem des Fahrers bereits vor dem Unfall todesursächlich. Zwei weitere tödliche Ereignisse werden eher als Arbeitsunfälle denn als klassische Verkehrsunfälle eingestuft.
Mehr Unfälle im Langsamverkehr
Besonders stark angestiegen sind die Unfälle im Langsamverkehr: Bei Fahrrädern meldet die Polizei ein Plus von 24 Prozent, bei E-Bikes 16 Prozent, bei fahrzeugähnlichen Geräten wie Skateboards oder Inline-Skates sogar 60 Prozent. Einzig bei E-Trottinetts habe sich die Lage "etwas entspannt".
Wie in den Vorjahren nennt die Polizei als häufigste Ursachen Missachtung des Vortritts, Nichtbeherrschen des Fahrzeugs sowie den Zustand der Lenkerinnen und Lenker - etwa durch Ablenkung, Müdigkeit oder Beeinflussung. Auf Autobahnen bleibt der Auffahrunfall das dominierende Szenario. (sda)
Werbung
