Most Trusted Websites for Replica Watches 2023

Werbung

| Politik

Wynigen kämpft für Tageseltern

Entgegen dem Regierungsratsbeschluss vom November 2016, setzt sich der Gemeinderat Wynigen für die Beibehaltung des bisherigen Betreuungsfaktors für Kindergarten- und Schulkinder im Bereich der Tagesfamilien ein. Eine Lohnreduktion für Tageseltern soll verhindert werden.

Der Regierungsrat hat im November 2016 die angepasste Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV) definitiv verabschiedet.
Teil dieser Vorlage ist auch die Anpassung des Betreuungsfaktors für Kindergarten- und Schulkinder von 1.0 auf 0.75 im Bereich der Tagesfamilien. Konkret heisst dies, dass Tageseltern ab 01.08.2017 für die Betreuung von Kindergarten- und Schulkindern für eine Betreuungsstunde nur noch Dreiviertelstunden abgegolten erhalten. 
Die Kinderbetreuung bei Tageseltern wird nach effektiv geleisteten Stunden abgerechnet. Mit der Kürzung des Betreuungsfaktors um 25 % sinkt die Entschädigung pro betreutem Kind und Stunde von rund 6.00 Franken auf rund 4.50 Franken.
Dies könnte einschneidende Folgen haben, weil damit die Bereitschaft von Tageseltern zur Aufnahme von Tagespflegekindern schwinden würde. Die Folge davon wäre, dass in kurzer Frist viel teurere andere Angebote (subventionierte Kita-Plätze oder Tagesschulen) bereitgestellt werden müssten, was nicht gelingen wird. Schlussendlich würden die nötigen Betreuungsangebote fehlen. Dies hätte zur Folge, dass Eltern ihre beruflichen Pensen reduzieren oder ihre Jobs aufgeben müssten.


Im Grossen Rat des Kantons Bern wird in der März-Session eine dringliche Motion behandelt, welche die Beibehaltung des bisherigen Betreuungsschlüssels für Kindergarten- und Schulkinder verlangt.
Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat, die Motion abzulehnen. Dabei wird der Situation in Landgemeinden, welche keine Tagesschule führen und ein ausgebautes Tagesschulangebot mit den damit verbundenen Schülertransporten kaum finanzieren könnten, nicht Rechnung getragen. Zudem ist die Argumentation, dass Tageseltern die tiefere Entschädigung mit einer Aufnahme von mehr als fünf Tagespflegekindern kompensieren können, sehr stossend.


Der Gemeinderat Wynigen hat sich zum Ziel gesetzt, sich für die Beibehaltung des bisherigen Betreuungsschlüssels für Kindergarten- und Schulkinder einzusetzen. Er tut dies in einer Stellungnahme zuhanden des Regierungsrats Pierre Alain Schnegg. Im Hinblick auf die Beratung des dringlichen parlamentarischen Vorstosses in der März-Session wird eine Kopie des Schreibens an alle Grossratsmitglieder im Verwaltungskreis Emmental geschickt. 

Werbung

neo1 - Mein Radio
00:00
-00:00