Most Trusted Websites for Replica Watches 2023

Werbung

| Politik | Wirtschaft

Wie schlimm war Corona für die Emmentaler Wirtschaft?

Welchen Einfluss hatte die Coronapandemie auf die Wirtschaft? Diese Frage wurde gestern Abend beim Herbstanlass der Regionalkonferenz Emmental in Burgdorf diskutiert.

Die Antwort war einhellig: Corona hat die Schweizer Wirtschaft, die KMU und auch die Landwirtschaft schwer getroffen. Trotzdem lobte Hans-Ulrich Bigler, Präsident des schweizerischen Gewerbeverbandes die Massnahmen des Bundes und die Zusammenarbeit mit den Behörden. Es sei gelungen, eine Balance zwischen Gesundheit und Wirtschaft zu finden. Nun gelte es aber, wieder zu einer gewissen Normalität und vor allem zu einer Wirtschaft ohne grosse Belastung durch Massnahmen zurückzufinden. Grundsätzlich, so Bigler beim Herbstanlass, sei die Situation heute besser als ursprünglich erwartet. Sowohl was die Arbeitslosigkeit, die Höhe der Coronakredite sowie das Wirtschaftswachstum angehe, seien die schlimmsten Prognosen bisher nicht eingetreten.

Auch die Landwirtschaft bekam die Coronasituation zu spüren, sagte der Berner Bauernpräsident Hansjörg Rüegsegger in Burgdorf. So hatten die Betriebe einerseits die Aufgabe sicherzustellen, dass sie das Virus nicht in den Betrieb holten. Und andererseits mussten sie die Versorgung der Schweiz mit Nahrungsmitteln sicherstellen. Das sei gelungen, auch wenn einige Produkte wie Kalbfleisch, Gruyère oder Pommes Frites unter starken Nachfrageeinbussen gelitten haben. Rüegsegger bezeichnet die Coronasituation aber auch als Chance. So habe sich gezeigt, dass eine regionale, nachhaltige Ernährung wichtig sei. Und gerade Hofläden konnten stark profitieren.

Als dritter Redner beim Herbstanlass in Burgdorf war Daniel Koch, der ehemalige Covid-19-Beauftrage des Bundes, eingeladen. Auch er betonte, dass er eine grosse Solidarität in der Bevölkerung erlebt habe. Trotzdem sei innerhalb seines Teams jeweils hart gekämpft worden, als es darum ging, die richtigen Massnahmen zu treffen. Insgesamt sei es aber gelungen, ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Gesundheit und dem Schutz der Wirtschaft zu finden. Auch heute gelte seiner Meinung nach, dass die Coronamassnahmen jeweils im Verhältnis zu anderen Bedürfnissen eingesetzt werden sollten.

Koch gab beim Herbstanlass auch eine Einschätzung zur aktuellen Situation ab. Die Schweiz sei momentan noch nicht in einer zweiten Welle, die Zahlen seien auf tiefem Niveau leicht steigend. Unklar sei aber, was uns nun im Winter erwarte. Er plädiert daher für noch mehr Tests, um möglichst viele Coronafälle aufzudecken und zu isolieren. Während der ersten Welle habe die Schweiz zu wenig getestet, man müsse daher davon ausgehen, dass die Fallzahlen da eigentlich noch viel höher gewesen seien. Was die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffes angeht, ist Koch nicht so optimistisch. Ein solcher werde wohl erst Mitte 2021 erhältlich sein. Denn vorher müsse ein Impfstoff seriös getestet werden, damit ein sicheres Mittel auf den Markt kommt.

Werbung

neo1 - Mein Radio
00:00
-00:00