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Wie geht es den regionalen Jodlerklubs?
Nach 95 Jahren verabschiedet sich der Jodlerklub Edelweiss Thun. In Thun und anderen Städten kämpfen viele Jodlerklubs damit, junge Mitglieder zu gewinnen. Die Folge: Vereine lösen sich auf, obwohl das Jodeln als immaterielles Kulturerbe der Unesco längst wieder Aufmerksamkeit genießt.
In Thun steht ein traditionsreicher Jodlerklub vor dem Aus: Nach 95 Jahren löst sich der Jodlerklub Edelweiss Thun auf. Grund ist, dass keine jungen Mitglieder nachrücken und die meisten Aktiven bereits älter als 80 Jahre sind.
Die Situation spiegelt ein generelles Problem für städtische Jodlerklubs wider: Junge Menschen interessieren sich zunehmend weniger für eine feste Vereinsbindung, auch wenn das Jodeln offiziell von der Unesco als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. In ländlichen Regionen wie dem Oberland oder Emmental scheint die Lage anders: Hier gelingt es leichter, Nachwuchs für Vereine zu gewinnen, weil es weniger alternative Freizeitangebote gibt.
Ueli „Böbu“ Egli, Präsident des Jodlerklubs Hohgant-Schangnau, erklärt: „Wir spüren schon, dass der Nachwuchs fehlt. Heutzutage hat man viel mehr Möglichkeiten und Hobbys. Damals war man im Dorfverein, spielte Hockey, und das war’s. Heute wechselt man schneller das Interesse, ist mobiler und kann auch in andere Dörfer oder in die Stadt Bern gehen. Man bleibt nicht mehr ein Leben lang in einem Verein.“
Über den Stadt-Land-Unterschied sagt Egli: „In der Stadt ist das Problem natürlich noch grösser. Traditionen werden auf dem Land mehr gepflegt als in der Stadt. Dazu gibt es in der Stadt auch viel mehr Möglichkeiten und Hobbys für die jungen Leute.“
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