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Die Trinkwasserinitiative sorgte am Bäreggforum für Diskussionen
Giftige Stoffe im Trinkwasser beschäftigen die Öffentlichkeit seit ein paar Monaten. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu Pflanzenschutzmittelrückständen geben damit auch der Trinkwasserinitiative Aufwind. Gestern Abend wurde am 68. Bäreggforum über die Initiative diskutiert.
Beim Forum auf der Bäregg bei Langnau debattierten die Initiantin der Trinkwasserinitiative, Franziska Herren, mit Martin Rufer, Leiter Produktion, Märkte und Ökologie des Schweizerischen Bauernverbandes. Der Bauernverband ist gegen die Initiative, weil sie ihm zu weit geht. Das Ziel der Trinkwasserinitiative ist es, alle künstlichen Pflanzenschutzmittel zu verbieten und nur noch natürliche zuzulassen. Damit soll das Grund- und Trinkwasser geschont werden. Zudem will die Initiative den prophylaktischen Gebraucht von Antibiotika in der Tierhaltung verbieten, wie Franziska Herren beim Podiumsgespäch ausführte.
Martin Rufer hielt dagegen, dass die Initiative völlig kontraproduktiv sei. Dadurch werde die gesamte Schweizer Landwirtschaft umgekrempelt - und anders als die Initianten sagen werde damit der Import von Nahrungsmitteln gefördert. Zudem sei die Landwirtschaft mit Aktionsplänen und dem beschlossenen Absenkpfad für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schon auf dem guten Weg, um die Wasserqualität zu verbessern.
Die Initiative kommt voraussichtlich nächstes Jahr zur Abstimmung.
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