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Wenn die Hitze zur Therapie wird
Chronische Schmerzen und Depressionen sind schwer behandelbare Erkrankungen. Ein Forschungsprojekt des Fachbereichs Physiotherapie untersucht, wie gezielte Hitzeanwendungen nicht nur die Therapien verbessern, sondern auch den Umgang mit klimabedingten Herausforderungen beeinflussen könnten.
Bis dahin waren vor allem die negativen von Folgen von Hitze bekannt: Dehydrierung, Kreislaufprobleme oder Hitzeschlag, ab 35 Grad sogar Depressionen oder Angstsituationen. Das erzählt Kay Hanusch, Dozent an der Berner Fachhochschule, im Interview mit neo1. Er forscht aktuell im Fachbereich Physiotherapie an den positiven Folgen von Hitze. "Man spricht von der gezielten therapeutischen Anwendung von Hitze. Dabei nutzt man einerseits therapeutische Überwärmungsbäder, beispielsweise in einer Badewanne, die auf 40 Grad aufgeheizt werden. Andererseits wird diese sogenannte Hyperthermie auch bei Sportler:innen angewendet, die sich zum Beispiel vorbereiten für Wettkämpfe bei hohen Temperaturen. So können sie Hitzetrainings machen."
Thermotherapien haben in der Physiotherapie eine mehr als hundertjährige Geschichte, doch die neuen Erkenntnisse könnten helfen, sie gezielter in die moderne Schmerz- und Depressionsbehandlung zu integrieren. (BFH/neo1)
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