(Bild: Blaues Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg)
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So wenig Alkohol an Minderjährige verkauft wie noch nie
Seit über 20 Jahren führt das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg regelmässig Testkäufe durch. Bei diesen Testkäufen soll herausgefunden werden, ob ein Betrieb Jugendlichen, ohne eine Ausweiskontrolle zu machen, Alkohol verkauft. So wenig wie im vergangenen Jahr wurde noch nie Alkohol und Tabak an Minderjährige verkauft. Bei 83.4% der Testkäufe hielten sich die Betriebe an geltende Jugendschutz-Bestimmungen.
Bei den 359 Testkäufen, die das Blaue Kreuz Bern–Solothurn–Freiburg letztes Jahr im Kanton Bern durchführte, wurde in 63 Fällen unrechtmässig Alkohol oder Tabak an Minderjährige verkauft. Dies entspricht einer Verkaufsquote von 17,5% (2018: 28,2%).
In rund dreiviertel der Fälle, in denen trotzdem verkauft wurde, fand keine Ausweiskontrolle statt. Die Jugendlichen wurden entweder älter eingeschätzt oder das Verkaufspersonal war auf das Thema Jugendschutz ungenügend sensibilisiert. Bei den restlichen Fällen verlangte das Personal zwar einen Ausweis, rechnete dann aber ein falsches Alter aus.
Vor 20 Jahren setzte fast niemand den Jugendschutz um
Bei Alkoholtestkäufen im Jahr 2000 sah die Verkaufsquote noch ganz anders aus. Damals schenkten 83,5% der getesteten Verkaufsstellen dem gesetzlich vorgeschriebenen Jugendschutz keine Beachtung und verkauften Alkohol an Minderjährige. Die wenigsten Verkaufspersonen hatten zu dieser Zeit ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Thematik.
Seit mehr als 20 Jahren führt das Blaue Kreuz regelmässig Testkäufe durch. Die Gastronomie, der Detailhandel und Veranstalter/-innen werden dadurch regelmässig auf das Thema Jugendschutz sensibilisiert. «Zwei Jahrzehnte Testkaufpraxis zeigen Wirkung. Die positiven Ergebnisse aus dem Jahr 2019 bestärken dies. Sie motivieren uns, dran zu bleiben und weiterhin Testkäufe durchzuführen», meint Micha Suter, Leiter Jugendschutz beim Blauen Kreuz Bern–Solothurn–Freiburg.
(neo1, Medienmitteilung Blaues Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg)
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