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Wegen falschem Verfahren: Tempo 30 in Langnau verzögert sich weiter

Rückschlag für Tempo 30 in Langnau: Wegen eines Verfahrensfehlers muss die Gemeinde die Unterlagen nochmals auflegen – nach fast 20 Jahren Planung kommt es erneut zu Verzögerungen.

Seit bald 20 Jahren arbeitet Langnau an Tempo 30 im Dorf. Immer wieder gab es Einsprachen und Verzögerungen (siehe verwandte Beiträge).

Zuletzt sah es jedoch gut aus: Der Verkehrsrichtplan war weitgehend bereit.
An der letzten Sitzung des Grossen Gemeinderats gab es dann aber keine guten Nachrichten. Die Gemeinde habe bei der Publikation der Verkehrsberuhigungsmassnahmen vor zwei Jahren einen Fehler gemacht, sagte Gemeindepräsident Walter Sutter im Parlament. Statt eines Beschwerdeverfahrens sei fälschlicherweise ein Einspracheverfahren durchgeführt worden, erklärt er auf Anfrage von neo1. "Es ist nicht nur ärgerlich sondern peinlich", meint Walter Sutter. "Aber es zeigt halt auch, wie komplex heutzutage die Verfahren sind. Fehler passieren einfach. Wir suchen auch keine Schuldigen."

Dieser Fehler sei vom Regierungsstatthalteramt festgestellt worden. Nun müssen die Unterlagen nochmals öffentlich aufgelegt werden. Laut Walter Sutter soll dies so schnell wie möglich geschehen – mit Unterstützung eines Anwalts, damit diesmal alles korrekt abläuft. Grundsätzlich sei nicht alle Arbeit für die Katz gewesen: "Aber ja, es sind natürlich wieder Beschwerden möglich", so der Langnauer Gemeindepräsident.

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