(Bild: Goran Horvat / Pixabay)
Werbung
Was tun bei einem Wildunfall?
Wir hatten sicher alle schon einmal eine kurze Schrecksekunde, wenn wir früh am Morgen oder am Abend spät mit dem Auto unterwegs waren. Plötzlich steht ein Reh, ein Fuchs, ein Igel oder ein Dachs auf der Strasse. In solchen Momenten geht alles sehr schnell und man kann froh sein, wenn man schnell genug reagieren kann. Manchmal reicht es aber trotzdem nicht - und es kommt zu einem Unfall mit einem Wildtier.
In der Schweiz kommt es immer wieder zu Wildunfällen. Alleine im Kanton Bern werden pro Jahr zwischen 4'000 und 5'000 Kollisionen mit Wildtieren auf der Strasse, gemeldet. "Ich bin überzeugt die Dunkelziffer ist noch grösser" sagt Peter Sommer. Er ist Wildhüter im Emmental. Sein Gebiet zieht sich vom Oberthal bis nach Bäriswil, über Ostermundigen der Aare aufwärts bis nach Konolfingen.
Ein Wildunfall ist Meldepflichtig!
Wenn man eine Kollision mit einem Wildtier hat, ist es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn es schwierig ist. "Wenn ein Unfall mit einem Wildtier passiert, ist es wichtig möglichst ruhig zu bleiben und auch an die eigene Sicherheit denkt. Heisst: Die Unfallstelle absichern und möglichst schnell die Polizei oder einen Wildhüter anrufen" sagt Peter Sommer im neo1-Interview. "Was man wissen muss; alle Wildtiere sind Fluchttiere sind. Eine der grössten Feinde dieser Tiere sind wir Menschen" erzählt Peter Sommer. Deshalb sei es auch wichtig, die verletzten Tiere nicht anzufassen und am besten auch nicht in die Nähe der Tiere zu kommen.
Es gibt aber auch Fälle, in denen das angefahrene Tier nicht liegen bleibt, sondern wegrennt. Auch da sei es wichtig, den Vorfall so schnell wie möglich zu melden. Für die Wildhüter, die das verunfallte Wildtier nach dem Unfall suchen müssen, ist es ausserdem von Vorteil, wenn man sich möglichst viele Details merken kann. "Wo ist der Unfall genau passiert, in welche Richtung ist das Tier gerannt, ist es verletzt, ist es ein Tier oder sind es mehrere? Das alles sind wichtige Hinweise für uns" sagt der emmentaler Wildhüter.
Tempo drosseln und damit rechnen, dass es Wildtiere in der Nähe der Strasse hat, ist sicher schon ein guter Punkt. Laut Peter Sommer kann man sich aber auch noch auf etwas anderes achten. "Im Scheinwerfer des Autos sieht man die Augen der Wildtiere leuchten. Wenn man darauf achtet und plötzlich dieses Leuchten sieht, in Bremsbereitschaft ist und eine gewisse Reaktion hat, bin ich sicher, dass man ein paar Wildunfälle vermeiden kann."
Werbung
