Bild: Dominik Binder/landwirtschaft.ch
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Warmes Wetter lässt die Kirschen wachsen
Die Kirschen-Ernte 2018 fällt überdurchschnittlich gross aus. Das anhaltend sonnig-warme Wetter hat für äusserst aromatische Früchte gesorgt – und für eine schwierige Vermarktung.
Auf die Frost-bedingte Mini-Ernte im letzten Jahr folgt heuer eine Grossernte. Rund 2'500 Tonnen Kirschen haben die Obstbauern gemäss Schweizer Obstverband in diesem Sommer gepflückt. Das sind rund 70 Prozent mehr als 2017 bzw. rund 20 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Gerechnet hat die Obstbranche gar mit noch mehr Kirschen. Weil aber die Hauptsorten Kordia und Regina etwas weniger Ertrag lieferten als erwartet, blieb die Ernte rund 400 Tonnen unter der Schätzung.
Heuer gab es nicht nur überdurchschnittlich viele Kirschen, sondern auch deutlich mehr grosse Kirschen. So lag der Anteil an Kirschen mit einem Durchmesser ab 28 mm rund 60 Prozent über dem Schnitt der letzten 5 Jahre.
Auch die regionalen Kirschen-Anbauer reden von einer Rekordernte. "Es sei ein Segen im Vergleich zum letzten Jahr", so der Zäziwiler Obstbauer Urs Grunder. "Was wir letztes Jahr an den Frost verloren haben, machte heuer die Sonne wieder gut. Aber auch dieses Jahr zeigt, dass wir extrem abhängig sind vom Wetter." Wegen der grossen Menge kann sich Grunder vorstellen, dass ein gewisser Preisdruck entsteht. Er selber merke dies als Direktvermarkter aber weniger.

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