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| Weihnachten | Gesellschaft

Vorsicht Erstickungsgefahr: Erdnüsse gehören nicht in Hände von Kleinkindern

Gerade in der Advents- und Vorweihnachtszeit behandelt das Luzerner Kantonsspital gehäuft Kleinkinder, die sich an Erdnüssen und anderen Fremdkörpern verschlucken. Das LUKS mahnt in diesem Zusammenhang zur Vorsicht und ruft die Massnahmen in Erinnerung, die bei einem Notfall zu treffen sind. 

Erdnüsse sind in der kalten Jahreszeit bei Jung und Alt beliebt, gerade auch um die Samichlauszeit. Aber Vorsicht: Für Babys und Kleinkinder kann die kleine Advents- und Weihnachtsknabberei zur grossen Gefahr werden. «Die kindliche Luftröhre hat einen Durchmesser von rund 8 Millimetern und ist damit selbst nicht breiter als eine Erdnuss. Verschluckte Erdnüsse können bei Kleinkindern somit erhebliche Atemwegsbeschwerden auslösen und im schlimmsten Fall zu einer lebensgefährlichen Atemwegsblockade führen», warnt Christoph Schlegel, Co-Chefarzt am Kinderspital Luzern.

Gegen 30 Säuglinge und Kleinkinder pro Jahr
Ob verschluckt oder aus kindlicher Neugier in die Nase gesteckt – das Kinderspital Luzern und die Klinik für Hals, Nasen, Ohren des LUKS behandeln zur Advents- und Vorweihnachtszeit gehäuft Kinder unter drei Jahren mit Fremdkörpern in der Nase oder in den tieferen Atemwegen. «In den vergangenen drei Jahren mussten wir je gegen 30 Säuglinge und Kleinkinder behandeln, bei welchen der Verdacht auf eine Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper bestand», sagt Schlegel.

Obwohl am häufigsten Erdnüsse in die Luftröhre geraten, gibt es eine breite Palette möglicher Gegenstände, die für Kinder Erstickungsgefahr bergen: Steinchen, Perlen, Pflanzenkerne oder -teile, Plastikteilchen, Nadeln, Kaugummis, Münzen, Knöpfe usw. «Mitunter kommt es auch vor, dass ungekochte Äpfel oder Karotten, die während des Spielens oder Gehens gegessen werden und aufgrund eines Stolperers oder beim Hinfallen verschluckt werden, in die Luftröhre geraten.»

Akute und chronische Atemwegsprobleme als mögliche Folge
Im besten Fall kann das Kind den Fremdkörper selbst durch Husten aus der Luftröhre befördern, im schlimmsten Fall droht jedoch akute Erstickungsgefahr: Gelangt der Fremdkörper in die unteren Atemwege, kann er sich in den Bronchien festsetzen. Mögliche Folgen sind Atemschwierigkeiten, Husten oder Lungenentzündungen. «Auch später kann es zu einer gefährlichen Atemnot kommen, wenn der Fremdkörper durch anhaltendes Husten ungünstig verrutscht», sagt Christoph Schlegel weiter.

Wird das Einatmen des Fremdkörpers nicht erkannt, kann dies zu chronischen Atemwegsproblemen oder Funktionsstörungen eines gesamten Lungenlappens führen. «Gerade in der Adventszeit, wenn vielerorts kleinteilige, verschluckbare Weihnachtsdekorationen die Wohnungen und Häuser zieren, nutzen wir deshalb die Gelegenheit zur Sensibilisierung und möchten Eltern, Betreuer und Bezugspersonen auf die Gefahr der Atemwegsaspiration aufmerksam machen», sagt Christoph Schlegel

Das ist im Notfall zu tun

Ruhe bewahren! Versuchen, dem Kind den Fremdkörper aus dem Mund zu nehmen. Vorsicht beim Herausholen mit den Fingern: Der Gegenstand könnte so noch weiter in den Rachen gelangen. 

Das Kind atmet nicht mehr:

  • Rufen Sie unverzüglich den Sanitätsnotruf 144 an.

  • Säuglinge: Kind mit Gesicht nach unten auf den Unterarm nehmen und auf den Rücken klopfen.

  • Heimlich-Manöver, bei Kindern ab einem Jahr: Die Hände in der Mitte des Kinderbauches verschränken, sodass dieser eingedrückt wird, was das Aushusten des Fremdkörpers unterstützt. Achtung: Diesen Griff wegen Verletzungsgefahr nicht üben, sondern nur im Notfall anwenden.

Das Kind hat etwas verschluckt und hustet, aber atmet:

Den Arzt oder die Ärztin aufsuchen. Der Fremdkörper könnte sich noch in den Atemwegen befinden. (pd/neo1)

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