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| Wochengespräch

Von Mindestlöhnen bis Frauenstreik - 20 Jahre Unia

Die Unia feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Ein neues Buch blickt zurück auf wichtige Etappen der grössten Gewerkschaft der Schweiz. Mit dabei: Marie-Josée Kuhn, langjährige Chefredaktorin der work, die ihre Erfahrungen einordnet.

Vor 20 Jahren entstand mit der Unia eine neue gewerkschaftliche Kraft in der Schweiz. Heute zählt sie über 170'000 Mitglieder in Bau, Industrie, Gewerbe und zunehmend auch im Dienstleistungssektor. Zum Jubiläum erscheint das Buch "20 Jahre stark. Unia von A bis Z", das zentrale Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte dokumentiert. Marie-Josée Kuhn arbeitete selbst lange bei der Gewerkschaftszeitung work und betreute das Buch redaktionell. Im Interview erinnert sie sich an wichtige Etappen – etwa das frühere Pensionsalter im Bau oder die öffentliche Debatte um Mindestlöhne: "Damit wurde über Löhne gesprochen – das hat viel bewirkt."

Das Buch stellt politische Errungenschaften und persönliche Geschichten von engagierten Arbeitnehmenden nebeneinander. Viele hätten für ihre Rechte gekämpft und dabei Risiken in Kauf genommen, so Kuhn: "Das imponiert mir immer wieder und zeigt, dass sich Einsatz lohnen kann." Die Unia bleibt mit Themen wie Migration, Frauenrechten oder Altersvorsorge weiterhin gefordert. Das Buch zieht nicht nur Bilanz, sondern skizziert auch Perspektiven – und dokumentiert ein Stück jüngerer Sozialgeschichte aus Sicht der Arbeitnehmenden.

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