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Von Herzen: Über 340 Briefe für SeniorInnen
Keine Besuche, alleine sein, kaum Austausch. Die momentane Situation rund um das Coronavirus mit Besuchsverboten ist grade für Menschen in Alters- und Pflegeheimen nicht einfach. Vor gut zwei Wochen startete Jasmine Grundbacher aus dem Wasen deshalb ein Projekt, welches einigen SeniorInnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern soll: die Herzenspost. Jasmine sammelte Briefe, Rätsel, Zeichnungen... aus der Bevölkerung, um sie in Emmentaler und Oberaargauer Heime zu schicken. Nun zieht sie eine erfreuliche erste Bilanz.
"Seit über zwei Wochen sind nun 340 Briefe zusammengekommen". 340 Mal wurden Seniorinnen und Senioren mit Post von unbekannten Menschen überrascht. "Ich bin überwältigt!", gibt Jasmine Grundbacher zu. "Anfangs setzte ich mir das Ziel von 200 Briefen. Dass dies nun so schnell so viel mehr ist, ist der Wahnsinn." Damit hat die junge Frau nicht gerechnet, aber es freut sie natürlich sehr.
Die Rückmeldungen seien bis jetzt von allen Seiten sehr positiv. Sowohl von den BriefschreiberInnen, wie auch von den EmpfängerInnen in den Alters- und Pflegeheimen. In sechs Heimen im Emmental und Oberaargau hat Jasmine die Briefe schon abgegeben und es sei schön zu sehen, wie sich die Leute über die Briefe freuen, erzählt die junge Frau neo1.
Sie selber habe auch schon direkte Rückmeldung bekommen von einer glücklichen Seniorin. "Die Schwiegertochter rief mich an und bedankte sich herzlich. Die Grossmutter hätte am Telefon geweint, als sie erzählt habe, dass sie einen Brief bekommen habe." Das habe auch sie sehr berührt, erzählt Jasmine.
Ein Brief kann vieles auslösen. Deshalb geht die Aktion noch weiter und Jasmine hofft, dass sie noch viele weitere Briefe verteilen kann.
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Herzenspost - Briefe Gedichte oder Geschichten für SeniorInnen (04.04.2020)
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