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| Wochengespräch

Vom "Sorgenkind" zur "perfekten Nutzung": Schloss Burgdorf

Per Ende 2025 trat Elisabeth Zäch als Stiftungsrätin der Stiftung Schloss Burgdorf zurück. Die langjährige Politikerin kämpfte dafür, dass aus dem Burgdorfer Wahrzeichen ein "Schloss für alle" wurde.

2012 zog die kantonale Verwaltung aus dem Schloss Burgdorf aus. Der Kanton plante, die Anlage dem Meistbietenden zu verkaufen. Dagegen regte sich Widerstand, der Kanton lenkte ein. Mittlerweile gehört das rund 800-jährige Baudenkmal der 2016 gegründeten Stiftung Schloss Burgdorf, welche das Projekt "Schloss für alle" mit einer Kombination aus Jugendherberge, Restaurant, Museum sowie Trauungszimmer realisiert hat.

"Es war ein steiniger Weg", erzählt Elisabeth Zäch, die dem Stiftungsrat von Beginn weg angehörte und sich als Burgdorfer Stadtpräsidentin (2009-2016) sowie als Grossrätin (2010-2017) stets mit viel Engagement für das Projekt einsetzte. Sie blicke aber vor allem mit viel Dankbarkeit auf ihre Zeit im Stiftungsrat zurück. "Ich habe immer die Unterstützung der Bevölkerung, aber auch von den politischen Gremien gespürt."

Ein "Sorgenkind" sei das Schloss während ihrer Zeit als Stadtpräsidentin gewesen, sagt Zäch. "Sorgenkinder liegen einem bekanntlich besonders am Herzen." Nach dem steinigen Weg werde das Schloss Burgdorf nun "perfekt genutzt". Das Zusammenspiel der verschiedenen Nutzungen funktioniere.

Der Rücktritt aus dem Stiftungsrat erfolgte aus Altersgründen, erklärt die 71-Jährige. Es sei Zeit, Platz zu machen. "Nun soll eine jüngere Person Verantwortung übernehmen und neue Akzente setzen." Den Platz von Zäch im Stiftungsrat der Stiftung Schloss Burgdorf übernahm die Historikerin Simone Wahli.

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