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Volles Haus bei ADHS-Vorträgen im Emmental
Über 150 Menschen kamen zum Vortrag über ADHS in Langnau - über 300 zu dem in Burgdorf. Die Vortragsreihe des Spitals Emmental stösst auf grosses Interesse – quer durch alle Altersgruppen.
Das Thema ADHS bewegt: Im Kirchgemeindehaus Langnau verfolgten kürzlich mehr als 150 Personen einen Vortrag von Chefarzt Markus Guzek vom Spital Emmental. Unter den Zuhörenden waren Eltern, Lehrpersonen, Interessierte – und auch viele Betroffene selbst. Eigentlich hatte das Spital nur zwei Veranstaltungen geplant. Doch schon der erste Anlass in Burgdorf war so überfüllt, dass ein zusätzlicher Termin nötig wurde. Insgesamt referiert Guzek nun dreimal über ADHS – mit einem besonderen Fokus auf Erwachsene. "Eine Sache ist die Häufigkeit: Es ist die häufigste psychische Symptomatik. Und ADHS eignet sich gut, um Tabus und Vorurteile zu brechen, weil wir genau wissen, was im Gehirn passiert", erklärte Guzek in seinem Vortrag.
Die grosse Resonanz erstaunt ihn nicht. ADHS sei ein emotionales Thema, das polarisiere: "Entweder man lehnt es ab und findet es schlimm, dass Kinder mit Medikamenten behandelt werden – oder man ist dafür. Diese Polarisierung trägt sicher auch zum grossen Interesse bei." Guzek will mit seiner Vortragsreihe vor allem aufklären. ADHS, so betont er, betreffe nicht nur „impulsive Jungen“, sondern ebenso stille Mädchen und Erwachsene. Es handle sich um eine lebenslange neurologische Besonderheit – und nicht in jedem Fall sei eine Therapie notwendig.
Der Zusatzvortrag findet am 17. März im Spital Burgdorf statt. Aufgrund der grossen Nachfrage ist eine Anmeldung erforderlich.
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