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| Gesellschaft

Vereine bieten der Pandemie die Stirn

Seit Langem beschränken Viele von uns ihr Sozialleben gemäss Corona-Schutzmassnahmen des Bundesrates auf ein Minimum. Dies beeinträchtigt auch das Vereinsleben in der Schweiz, die grundsätzlich als Vereinshochburg gilt. Fürchten Vereine im neo1-Land nun das grosse Abwandern ihrer Mitglieder?

Die Umfrage von neo1 in der Region zeigt: Nein, das tun die befragten Vereine nicht. Ob Schützen-, Samariter- oder Unihockey-Verein: Sie alle stellen zwar fest, dass ihren Mitgliedern die Treffen und sozialen Kontakte fehlen. Ihre Mitglieder seien jedoch treu. «Wir stellen gegenteilig sogar fest, dass Spielerinnen die eigentlich ihre Laufbahn beenden wollten nun noch länger bei uns bleiben, damit sie eine Saison spielen können», so Rebekka Hug des Unihockey-Vereins Lejon Zäziwil. Auch Jan Herzig, Präsident des Volleyball-Club Langenthal stellt fest, dass der Verein momentan mehr Ein- als Austritte zu verzeichnen hat.

Ohne dass die Pandemie sie scheidet: Vereinsmitglieder halten ihren Clubs die Treue 

Alle von neo1 angefragten Vereine berichten von sehr treuen Vereinsmitgliedern, welche ihrem Club aufgrund der Pandemie nicht gleich die Liebe künden würden. Mit den langen Ausfällen von Trainings, Proben, Kursen… gehen alle Befragten etwas anders um. Beispielsweise werden die Anlässe des Samaritervereins Schüpfheim nicht ersetzt und die meisten Mitglieder seien sogar froh um die Vorsichtsmassnahme, sagt Vereinspräsidentin Anja Poltermann. Auch die Musikgesellschaft Landiswil verzichtet momentan auf Proben. «Der Probebetrieb wäre nur sehr eingeschränkt möglich und bei der Zahl von über 50 Mitgliedern wäre das Proben mit höchstens 15 Personen zu kompliziert und auch die Abstandsregelungen sind sehr herausfordernd», so MG-Präsident Fritz Schütz. UH Lejon Zäziwil sei hingegen – insbesondere bei der Umgestaltung der Trainings für die Jüngsten – sehr kreativ gewesen.

Optimistischer Blick in die Zukunft 

Für die Zukunft sind die von neo1 befragten Vereine jedenfalls sehr positiv gestimmt. Philippe Studer als Präsident der Sportschützengesellschaft Schüpfheim rechnet wie diverse andere damit, dass den Menschen der soziale Austausch fehlt und sie – sobald möglich – gerne wieder am Vereinsleben teilhaben werden. Natürlich hoffen viele Vereine auf die Durchführung ihrer nächsten Vereinsanlässe, welche in den meisten Fällen bereits mehrmals verschoben wurden. «Finanziell steht- und fällt bei uns alles mit den Aufführungen des Stücks Bärewirts Töchterli in Signau», meint Thomas Häusler als Präsident der Theatergruppe Signau. Über die vereinsinternen Anlässe hinaus denkt Hanspeter Flückiger des Fussballclubs Blau-Weiss Oberburg: «Nach jeder Fussball-Europameisterschaft oder Welt-Meisterschaft bemerken wir wieder, dass wir eine grössere Zuwanderung zum Verein haben. Also würde es uns betreffend der guten Mitgliederzahlen wahrscheinlich in die Karten spielen, wenn die Fussball-EM 2021 stattfingen könnte.»

Das neo1-Land scheint also einmal mehr ein richtiges Vereins-Land zu sein, wo die Mitglieder sich freuen, wieder mehr soziale Kontakte pflegen zu können. 

 

Audio 1: Mehraufwand und Finanzierung - wo bemerken Vereine die Pandemie? 

Audio 2: Welchen Einfluss haben die Corona-Schutzmassnahmen auf das Vereinsleben? 

Audio 3: Laufen den Vereinen der Region die Mitglieder davon? 

Audio 4: Mehraufwand und Massnahmen wegen Corona

Audio 5: Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus?

Audio 6: Ein Blick in die Zukunft

Audio 7: Ein Blick in die Zukunft

Audio 8: Fazit des aktuellen Vereinslebens

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