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Vereine aus der Region sind bereit für das Eidgenössische Musikfest
Am Donnerstag startet das Eidgenössische Musikfest in Biel EMF 2026. Auch diverse Musikvereine aus der Region sind seit Wochen fleissig am Proben für das Fest in Biel. Neben dem musikalischen Aufwand gibt es aber auch viel zu Organisieren. Und nicht jeder Verein kann es sich leisten, an jedem Eidgenössischen Musikfest dabei zu sein.
Alle fünf Jahre organisiert der Schweizer Blasmusikverband ein Eidgenössische Musikfest. Vereine aus der ganzen Schweiz bereiten sich vor und Reisen gemeinsam an ein unvergessliches Fest. Seit Wochen studieren alle Vereine ein selbst ausgewähltes Konzertstück ein. Zudem kommt jeweils zehn Wochen vor dem Fest das Aufgabenstück. Dieses ist für alle Vereine in der gleichen Kategorie dasselbe. So hat die Jury eine bessere Möglichkeit die Vereine zu vergleichen und am Schluss des Tages eine Rangliste zusammen zu stellen. "Natürlich möchten wir nach Biel reisen und unser Bestes geben", bestätigt Sandra Lüthi, Präsidentin der MG Habstetten. Welche in der dritten Stärkeklasse am Donnerstag, 15. Mai 2026 antritt. "Aber wir haben keine besonderen Ambitionen". Ähnlich klingt es bei den anderen befragten Vereinen. Die Musikgesellschaften Utzigen, Bützberg, Landiswil und Zäziwil wollen alle zeigen was sie können. Besondere Ambitionen haben sie aber keine. "Ich bin zufrieden, wenn wir unser Bestes geben konnten. Mit einer Rangierung im Kopf an ein Fest zu gehen ist kontraproduktiv. Da wirst du am Ende nur enttäuscht," sagt Roland Bärtschi, Dirigent der MG Zäziwil.
Es geht nicht nur um die musikalische Leistung, sondern auch um das Zusammensein, andere Vereine treffen und darum ein tolles Fest zu geniessen. Besonders für die Präsident:innen ist es neben dem musikalischen Aufwand auch eine grosse Organisation. Die Kommunikation aus dem Organisationskomitee von Biel wird von den Vereinen als kompliziert beschrieben. "Sie informieren nicht direkt via Mail. Wir müssen uns die Informationen auf der Webseite in ihrem Blog zusammensuchen", bestätigt Rolf Schütz, Dirigent der MG Landiswil. Das mache den Aufwand noch grösser. "Zudem erhalten wir auf diverse Nachfragen kaum eine Antwort. Das macht auch das planen für uns schwierig", so Schütz. Etwas besser sei die programmierte App des Organisationskommitees. "Da ist der Plan jedes Vereins sehr übersichtlich dargestellt und die Karte zeigt genau, wo was ist", sagt Präsidentin der MG Utzigen Monika Brand. Diese App sei allerdings erst anfang Mai veröffentlicht worden. "Die App hätte uns sehr geholfen, wenn sie früher da gewesen wäre", ist sich Rolf Schütz, Dirigent der MG Landiswil sicher.
Und auch die finanzielle Belastung sei nicht zu übersehen. "Alleine die Festkarte, welche wir für alle unsere Mitglieder kaufen müssen, kostet in Biel ca. 95 Franken", erzählt Sandra Lüthi. Diese Festkarte sei als Startgeld gedacht. Sie decke einen Teil der Kosten der Expertise und der Infrastruktur. Zudem erlaube sie gratis ÖV am Fest und eine Mahlzeit pro Musikverein. "Dann kommt bei uns ein Probeweekend dazu, welches wir für das Eidgenössische eingeschoben haben und natürlich die An- und Abreise mit dem Car nach Biel", so Lüthi. So geht es auch der MG Bützberg. Präsidentin Andrea Meier beschreibt besonders den finanziellen Aufwand als ausschlaggebend. "Das war ein grosser Teil der Entscheidung ob wir überhaupt teilnehmen wollen oder nicht. Bei uns muss jeder Musikant, jede Musikantin einen Teil der obligatorischen Festkarten selber zahlen", erklärt Andrea Meier.
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