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Veloverkehr im Kanton Bern: Wohin geht die Reise?
Die Corona-Pandemie hat dem Velo einen Schub gegeben. Die Frage, ob das Potenzial des Velos noch weiter ausgeschöpft werden kann oder ob es auch Grenzen gibt, stand im Zentrum des diesjährigen Berner Verkehrstags von heute Freitag in Bern.
"Die Förderung des Veloverkehrs blickt im Kanton Bern auf eine lange Tradition zurück", stellte Verkehrsdirektor Regierungsrat Christoph Neuhaus fest. Die Berner Fachstelle Veloverkehr wurde vor mehr als 30 Jahren als erste in der Schweiz gegründet. Auch die ersten signalisierten Velowanderrouten der Schweiz wurden im Kanton Bern eröffnet. Das Velo hat zudem seit langem einen festen Platz in der kantonalen Verkehrsplanung. Neuhaus betonte den zunehmenden Stellenwert des Velofahrens für eine nachhaltige Mobilität. Zukünftig will der Kanton auch im Bereich des Mountainbikes eine aktivere Rolle wahrnehmen.
Velo als eigenständiges Verkehrsmittel
Während der Corona-Pandemie sind viele Bernerinnen und Berner vermehrt aufs Velo umgestiegen. Wie nachhaltig dieser Trend sein wird, ist heute noch ungewiss. Prof. Patrick Rérat von der Universität Lausanne forderte, dass das Velo nicht nur in Sport und Freizeit, sondern vermehrt auch im Alltag eingesetzt werden soll. Es müsse endlich als eigenständiges Verkehrsmittel anerkannt werden.
Rolle des Bundes und Blick über die Kantonsgrenze
Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamtes für Strassen, erläuterte die Neuerungen, die das nationale Veloweggesetz bringt. Die Kantone haben künftig die Pflicht, Velowege verbindlich zu planen und für ein zusammenhängendes und sicheres Velowegnetz zu sorgen. Zudem wird der Bund In seinem Zuständigkeitsbereich entlang der Nationalstrassen geeignete Veloinfrastrukturen bauen.
Einen Blick über die Kantonsgrenze machte Cindy Freudenthaler, Vize-Präsidentin der Velokonferenz Schweiz. Mehrere Kantone und Städte wie Zürich und Genf bauen Expressrouten oder grosszügige Velowege. Der Kanton Waadt hat in der Corona-Zeit rund hundert Kilometer Radwege entlang der Kantonsstrassen signalisiert.
Sicht der Regionen, Städte und Transportunternehmen
Reto Müller, Stadtpräsident von Langenthal, stellte die Fördermassnahmen fürs Velo in seiner Stadt vor. Die Sicht seiner Region hat Marco Rupp, Mitglied der Geschäftsleitung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland eingebracht. Bernd Leckebusch, Leiter Markt und Planung der Verkehrsbetriebe Biel, präsentierte die Anliegen eines Transportunternehmens. Der Gründer von Thömus, Thomas Binggeli, äusserte sich aus der Sicht eines Unternehmers. Adrian Greiner, CEO von BikePlan AG zeigte die Sicht eines Erlebnisplaners für Mountainbikerinnen und Mountainbiker auf. (pd)
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