Visualisierung aus der Abstimmungsbotschaft.
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Umstrittenes Gesundheitszentrum in Wynigen an der Urne
Am Sonntag 20. Dezember entscheidet die Stimmbevölkerung von Wynigen, ob die Gemeinde für 2,2 Millionen Franken ein neues Gesundheitszentrum im Dorf kauft. Die Meinungen gehen vor der Abstimmung weit auseinander.
Geplant ist ein Gesundheitszentrum von privaten Investoren. Im Erdgeschoss soll die Spitex Region Lueg einziehen - im ersten Stock ist eine Gemeinschaftspraxis geplant. Der Gemeinderat möchte die Praxisräume für 2,2 Millionen Franken kaufen und danach für 6'000 Franken im Monat an das neue Ärzteteam vermieten.
Das Projekt sei sinnvoll und ermögliche Wynigen auch künftig eine gute Gesundheitsversorgung, heisst es von den Befürwortern in der Abstimmungsbotschaft. Die Risiken seien Ihnen aber auch bewusst. Möglicherweise brauche es eine Steuererhöhung und es könnte schwierig werden Ärztinnen und Ärzte zu finden. So könnte es sein, dass die Gemeinde auf dem Gebäude sitzen bleibt. Das auch weil das Dorf schon eine funktionierende Praxis der Medaxo AG hat.
Gegner des Projekts verweisen auf ihre Webseite. Sie finden eine zweite Praxis im Dorf werde wohl kaum neue Mieter finden. Ausserdem könne sich Wynigen das Projekt nicht leisten. Das defizitäre Budget der Gemeinde habe auch keinen Spielraum.
Gerade beim Geld gehen die Meinungen stark auseinander. In einem Bericht der Berner Zeitung ist die Rede von jährlich 157'000 Franken, welche die Gemeinde in den nächsten 25 Jahren abschreiben muss. Diese Kosten würden nicht durch die Mieteinnahmen gedeckt und so müssen die Steuerzahler zahlen, sagen die Gegner. Die Gemeinde spricht von einem normalen Abschreiber.
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