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Überraschender Fund unter Burgdorfs Altstadt: Mittelalterliche Keller an der Grabenstrasse entdeckt
Wer budelt, findet manchmal Unerwartetes. In Burgdorf hat sich das gerade bewahrheitet. An der Grabenstrasse in der Burgdorfer Altstadt sollte eigentlich nur die Kanalisation erneuert und eine Fernwärmeleitung verlegt werden. Doch die Bauarbeiten brachten etwas ans Licht, das seit 750 Jahren unter der Erde geschlummert hatte.
Der Archäologische Dienst des Kantons Bern führte bis Ende Mai eine Ausgrabung direkt an der Stadtmauer durch und stiess dabei auf zwei gut erhaltene mittelalterliche Keller. Mit originalem Wandverputz, als hätte die Zeit dort einfach aufgehört zu ticken. Ein seltener Glücksfall, wie Armand Bäriswyl vom Archäologischen Dienst erklärt: "Nach einem Brand wird in der Regel immer aufgeräumt, so gehen automatisch Spuren verloren."
Genau das war auch in Burgdorf passiert. Entlang der Stadtmauer stand im Mittelalter eine Häuserzeile. "Beim grossen Stadtbrand sind diese verbrannt, und man hat sich damals entschieden, darauf zu bauen", so Bäriswyl. Die Keller wurden einfach mit Erde zugeschüttet und gerieten für Jahrhunderte in Vergessenheit.
Von der Parkfläche zur Grünanlage
Die Zeit nahm danach ihren Lauf. Neue Gebäude entstanden, brannten 1865 erneut ab, das Gelände wurde aufgeschüttet. Heute parkieren dort Autos. Doch das soll sich ändern: Eine Neugestaltung mit Bäumen, Grünflächen und einem Ort zum Verweilen ist geplant.
Die entdeckten Keller werden vom Archäologischen Dienst sorgfältig dokumentiert. Auch wenn sie danach wieder verschwinden, auf Papier werden sie die Geschichte Burgdorfs weitererzählen.
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