Gemeindeverwaltung Kiesen (Bild: Google maps)
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Überbauung mitten in Kiesen - Bevölkerung ist gefragt
Mitten im Aaretal liegt die Gemeinde Kiesen – laut eigener Website eine „Perle“. Damit das so bleibt, will der Gemeinderat frühzeitig Weichen für die Zukunft stellen.
Der Gemeinderat von Kiesen plant, Teile der Grundordnung zu überarbeiten. Dabei geht es um Regeln und Pläne, wie und wo künftig gebaut werden darf. Im Fokus steht nicht nur das Dorfzentrum, sondern auch ein grösseres Bauvorhaben auf gemeindeeigenem Land. "Unsere Infrastruktur ist veraltet", sagt Gemeindepräsident Ernst Waber. "Die Schülerinnen und Schüler sind derzeit in Provisorien untergebracht – das kann auf Dauer nicht die Lösung sein." Rund 25’000 Quadratmeter Land gehören der Gemeinde. Ein Teil davon soll künftig überbaut werden, der andere für Schule und Gemeindeverwaltung genutzt werden.
Bevor konkrete Schritte erfolgen, will der Gemeinderat die Bevölkerung mit einbeziehen – und deren Ideen und Bedürfnisse kennenlernen. Dafür ist eine Informationsveranstaltung geplant. Ziel ist es, im Herbst 2026 einen Kredit zu beantragen. Klar ist: Es handelt sich um ein Grossprojekt. Die Kosten werden auf 12 bis 14 Millionen Franken geschätzt. Gemeindepräsident Waber bleibt dennoch zuversichtlich: "Zuerst müssen die Pläne konkreter werden – aber wir sind auf gutem Weg."
Kritik betreffend Sportplatz am Mitwirkungsanlass
Beim Mitwirkungsanlass wurde die Bevölkerung am Montagabend einerseits informiert. Andererseits konnte sie sich auch einbringen. «Vor allem die Umzonung des Sportplatzes gab zu reden. Unser Sportplatz ist eigentlich überdimensioniert. Wir möchten da deshalb Platz abzwacken und dort Wohneinheiten bauen. Das sei in der Bevölkerung teilweise umstritten.» Etwa vier Leute hätten sich am Mitwirkungsanlass dagegen ausgesprochen. Grundsätzlich habe er nach dem Anlass aber dennoch ein gutes Gefühl für das Weiterverfolgen des Projekts und den Kredit dafür, ergänzt Ernst Waber.
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