Bild: Indische Strassenkinder entzünden Kerzen rund um die rote Schleife, das offizielle Symbol gegen Aids.
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Über 50-jährige sind das neue Problem bei der Aids-Prävention
Heute ist Welt-Aids-Tag. Die lebensbedrohliche Immunschwächekrankheit hat sich seit Anfang der 80er Jahre weltweit ausgebreitet und Millionen Menschen getötet, insbesondere in Afrika.
Allerdings hat sich mittlerweile der Zugang zu Medikamenten verbessert, die bei regelmässiger Einnahme einen Ausbruch von Aids verhindern und auch die Übertragung des HI-Virus von Schwangeren auf ihre ungeborenen Kinder abwenden können.
2016 haben sich nach UNO-Angaben weltweit rund 1,8 Millionen Menschen mit dem HI-Virus angesteckt, das Aids auslöst. Umgerechnet ist das eine HIV-Infektion alle 17 Sekunden oder fast 5000 Neuinfektionen pro Tag.
Bei Erwachsenen ist die Zahl der Neuinfektionen weltweit in den vergangenen Jahren kaum zurückgegangen. 2010 waren es 1,9 Millionen, 2016 noch 1,7 Millionen. Zwei Drittel der Neuinfektionen gibt es in Afrika.
Die Neuinfektionen bei Kindern sind hingegen deutlich zurückgegangen: Die Zahl halbierte sich nahezu von 300'000 im Jahr 2010 auf 160'000 im Jahr 2016. Entscheidend war dabei die verstärkte Untersuchung von schwangeren Frauen in Afrika und die Behandlung von HIV-infizierten Patientinnen mit anti-retroviralen Medikamenten, die eine Übertragung des Virus auf das ungeborene Kind verhindern können.
Auf Anfrage bei der Aids-Hilfe Bern bestätigt Peter Briggeler gegenüber neo1, dass sie auf der Beratungsstelle häufiger auch mit 50-jährigen und älteren Menschen zu tun haben, die sich mit HIV angesteckt haben. "Das Problem ist, dass diese Menschen sexuell noch einmal den zweiten Frühling entdecken, das Bewusstsein zur sicheren Verhütung aber nicht mehr präsent haben."
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