Kühe auf der Wiese (Bild: von Christian B. auf Pixabay)
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Trockener Sommer wirkt sich auf Schlachtviehmärkte aus
Der Sommer ist vorbei, doch für die Berner Bauernhöfe sind seine Folgen noch nicht überstanden. Viele Bauernbetriebe haben zu wenig Futter und müssen deshalb Tiere früher auf den Markt bringen.
Die Temperaturen sinken und die ersten kühlen Nächte sind da. Doch die Trockenheit dieses Sommers wirkt nach. Auf vielen Wiesen im Kanton Bern ist deutlich weniger Gras gewachsen als üblich. Das hat Folgen für die Bauernbetriebe: Die Futtervorräte sind knapp. Tiere müssen teilweise früher von der Weide genommen werden. Auch Heu ist besonders wertvoll, denn die Vorräte müssen bis zum Frühling reichen.
Die Folgen dieses heissen Sommers sind auch auf den Schlachtviehmärkten spürbar. Gerade im Juli und August gab es im Kanton Bern 15 bis 20 Prozent mehr Tiere auf den Märkten, so auch in den Markthallen in Burgdorf und Schüpbach, erzählt Leana Waber von der Geschäftsleitung des Berner Bauernverbands. Das ist jetzt auch bei den Preisen spürbar. "Grundsätzlich bedeutet mehr Ware auf einem Markt immer Druck auf die Preise. Für uns als Verband war wichtig, die Preise einigermassen stabil zu halten, damit der Druck auf die Bauernbetriebe nicht noch grösser wird. Ihre Produktionskosten sind diesen Sommer gestiegen, darum ist ein Erlös auf dem Markt wichtig."
Über das ganze Jahr gesehen seien nicht mehr Tiere auf den Berner Märkten gewesen, erklärt Leana Waber. Aber im Juli und August und auch jetzt im Herbst seien jeweils mehr Tiere auf einmal gekommen. "Wir hatten einen kleinen Preis-Rückgang im August. Insgesamt hatten wir aber recht stabile Preise."
Allgemein seien die Bauernfamilien unter Druck. Wegen des knappen Futters müssten viele Betriebe abwägen, ob es sich lohnt, Futter zu kaufen oder den Tierbestand zu verkleinern.
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