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Tödlicher Unfall Worb: Mutmasslicher Täter nun vor Gericht
Im Kanton Bern steht ein Rentner vor Gericht, der 2011 in Worb einen Knaben angefahren und tödlich verletzt haben soll. Der Angeklagte beteuerte stets, er habe von dem Unfall nichts bemerkt. Ein Kriminaltechniker fand Mikrospuren am Auto und am Trottinett des Knaben. Eine solche gegenseitige Spurenübertragung sei in der Kriminalistik etwas Spezielles und selten, sagte der Forensiker der Berner Kantonspolizei vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland im Berner Amthaus. Das habe hohe Aussagekraft. Ein Gutachten aus Zürich hatte laut dem Gerichtspräsidenten zuerst keine Spuren des Trottinetts auf dem Fahrzeug des Berner Rentners ergeben. Auch Blut oder sonstige menschliche Spuren des verunglückten Knaben wurden auf dem Auto nicht gefunden. Erst ein morphometrisch-rekonstruktives Gutachten brachte schliesslich die Kriminaltechniker laut dem Gerichtspräsidenten dazu, das Auto am richtigen Ort nach Mikrospuren abzusuchen. Zuerst hatten sie sich auf eine Gummispur konzentriert, die sich als Überbleibsel eines früheren Unfalls erwies.Der 73-jährige Angeklagte wiederholte am Dienstag vor Gericht in Bern, was er bisher schon gesagt hatte: Er sei an jenem Abend alkoholisiert durch Worb gefahren, habe ein Rumpeln bemerkt, doch dies nicht als Unfall wahrgenommen. Sonst hätte er sicher angehalten. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet. (SDA)
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