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Tischsitten in anderen Ländern

Was in der Schweiz als unhöflich gilt, kann im Ausland ganz normal sein oder sogar Wertschätzung zeigen. Tischsitten sind Teil der Kultur eines Landes. Sie zeigen, wie Menschen miteinander umgehen und welche Werte wichtig sind. Wer ins Ausland in die Ferien geht, kann so einen guten Eindruck hinterlassen.

In Italien trinkt man Cappuccino traditionell nur am Morgen, nach dem Mittag- oder Abendessen bestellt man einen Espresso. Spaghetti werden nur mit der Gabel gegessen, ein Löffel ist unangebracht. In Frankreich wird fast alles mit Messer und Gabel gegessen, das Baguette bricht man jedoch mit der Hand. In Spanien dürfen Olivenkerne in Bars auch einmal auf dem Boden landen. Das zeigt, dass es geschmeckt hat. Öffentlich betrunken zu sein, ist jedoch nicht erlaubt. In Russland schenken Gastgeber grosszügig nach. Ein kleiner Rest auf dem Teller bedeutet, dass man satt ist.

In den USA wird zuerst alles geschnitten, danach isst man nur mit der rechten Hand weiter. Trinkgeld zu geben ist dort wichtig. In Japan gilt lautes Schlürfen von Nudeln als Kompliment. Auch in China spielt Respekt eine zentrale Rolle. «Man beginnt nicht einfach zu essen, sondern wartet, bis die älteren Personen starten. In China werden grundsätzlich alle Gerichte zusammen geteilt», sagt Naomi Burri aus Wichtrach. Essstäbchen sollten nicht ins Essen gesteckt werden und man darf auch nicht mit den Stäbchen herumspielen. In Nordindien isst man oft mit der rechten Hand. «Es gibt kein richtig oder falsch, wenn man mit den Händen essen will oder das Besteck benutzt. Wichtig ist, dass sich die Gäste wohlfühlen», sagt Satnam Singh vom Restaurant Host India Sternen in Grünen.

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