Raphael Lanz tritt 2026 nicht zur Wiederwahl an. (Bild: Stadt Thun/Stefan Marthaler)
Werbung
Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz tritt nicht zur Wiederwahl an
Der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) tritt im November 2026 nicht mehr zur Wiederwahl an. Lanz kandidert im kommenden März für einen Sitz im Regierungsrat des Kantons Bern.
Sollte er in die Berner Kantonsregierung gewählt werden, würde er dieses Amt Anfang Juni 2026 annehmen, wie die Stadtbehörden in einer Mitteilung vom Donnerstag schreiben.
Er sei jedoch unabhängig vom Ausgang der Regierungsratswahlen zum Schluss gekommen, dass er nach vier Legislaturen bereit sei für eine berufliche Veränderung, liess Lanz mitteilen. "Es gibt verschiedene Dinge, die ich tun könnte falls ich die Wahl in den Regierungsrat nicht schaffe. Der Fokus liegt aber sicherlich dort", so Lanz gegenüber neo1.
"Es ist ein Privileg, darf ich schon so lange Stadtpräsident in Thun sein, und es erfüllt mich mit grossem Stolz, dass sich Thun in dieser Zeit positiv weiterentwickelt hat", wird Lanz in der Mitteilung zitiert. Ein Jahr vor den Gemeindewahlen wolle er nun Transparenz schaffen und frühzeitig informieren.
Seit 14 Jahren Stadtpräsident
Seine Politkarriere startete Lanz als Mitglied des Thuner Stadtrats von 2007 bis 2010. Der studierte Jurist war beruflich Gerichtspräsident in Thun. 2011 wurde Lanz Stadtpräsident. Heute ist er auch Mitglied des Berner Kantonsparlaments, dem Grossen Rat.
In seine Amtszeit als Thuner "Stapi" fallen unter anderem der Bau des Schlossberg-Parkhauses, die Ortsplanungsrevision, diverse Arealentwicklungen und die Zunahme der Steuerkraft sowie eine Steuersenkung, wie Lanz betont. Thun habe an Ausstrahlungskraft gewonnen.
In Lanz' Amtszeit fallen aber auch anhaltende Verkehrsprobleme und teilweise umstrittene Versuche, diese zu beheben. In der Bevölkerung war Lanz dennoch beliebt. Bei den Wahlen setzte er sich jeweils klar gegen Konkurrentinnen und Konkurrenten durch. (neo1/sda)
Werbung
