In den Sommermonaten wird die Thuner Schadaugärtnerei wieder zu einem kulturellen Treffpunkt. (Archivbild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
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Kompromisskonzept: Thuner Schadaugärtnerei wird wiederbelebt
In der Schadaugärtnerei in Thun sind künftig wieder kulturelle Anlässe und Gastronomie erlaubt. Der dafür nötige Bauentscheid ist nach Einsprachen aus der Nachbarschaft rechtskräftig geworden. Das neue Konzept ist nun ein Kompromiss mit der Anwohnerschaft.
Gastronomie und Kultur sind somit von Mai bis Oktober erlaubt, wie die Stadt Thun am Mittwoch mitteilte. Auch etwa Märkte und Ausstellungen sowie Spielräume sind demnach möglich. Open-Air-Veranstaltungen sind an maximal fünf Tagen, ein kleiner Zirkus an bis zu 20 Tagen und ein Festival an höchstens zwei Tagen pro Jahr gestattet.
Mit dem neuen Konzept seien nun auch die Einsprecherinnen und Einsprecher zufrieden. Diese haben am Baugesuch von 2022 vor allem Lärm- und Lichtemissionen sowie die Nutzungsdauer kritisiert. Diese Kritikpunkte wurden nun aufgenommen und berücksichtigt, sagt Silvan Gertscht vom Stadtmarketing auf Anfrage von neo1. Sie seien froh, dass sie mit der rechtskräftigen Bewilligung nun sofort mit der Umsetzung des neuen Konzepts beginnen können.
Für das laufende Jahr sind laut der Mitteilung bereits konkrete Veranstaltungen geplant. Anfang September sollen ein Konzert mit Thees Uhlmann sowie ein gemeinsamer Anlass vom Mokka Thun und der Mühle Hunziken stattfinden. Im Winter ist ein "Winterzauber" vorgesehen. Weiter stehe die Stadt in Kontakt mit Gastronomiebetrieben aus der Region, um baldmöglichst ein entsprechendes Angebot aufzugleisen.
Auch längerfristig stehe im Vordergrund, eine Mischung aus Gastronomie, öffentlichen und multifunktionalen Nutzungen sowie Ateliers und Veranstaltungen anzubieten. Mittel- bis langfristig müssen die Gebäude allerdings saniert werden, wie die Stadt weiter schrieb. Dies sei mit hohen Kosten und grossem Zeitaufwand verbunden.
Die Schadaugärtnerei wurde bereits in den Jahren 2020 und 2021 in Form einer Zwischennutzung zum Kultur- und Gastronomieort. Im Mai 2022 hat die Stadt Thun ein Baugesuch für die weitere Nutzung des Areals beim Regierungsstatthalteramt eingereicht. In der Folge habe es mehrere Einsprachen aus der Nachbarschaft gegeben, weshalb eine Nutzungsordnung überarbeitet und Verhandlungen geführt worden seien. (neo1/sda)
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