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Tausende Blitze: Fast 20 tote Rinder in Bowil nach Gewitternacht
Die gegenwärtige Hochsommerphase ist am Sonntagabend in einigen Regionen der Schweiz vereinzelt mit heftigen Hagelgewittern zu Ende gegangen. Videos auf verschiedenen Onlineplattformen zeigten Unwetter mit starkem Hagel und Wasser, das durch Strassen lief.
Gerade im Grossraum Bern, im Emmental und im Berner Oberland wütete das Gewitter stark, heisst es bei der Kantonspolizei Bern auf Anfrage von neo1. Im Ganzen beschäftigte sich die Polizei zwischen gestern Abend um 22:00 Uhr und heute Morgen um 10:00 Uhr mit ungefähr 100 Meldungen, bestätigt Mediensprecherin Jolanda Egger.
Tote Kühe in Bowil
Aus Bowil ging um etwa 22.45 Uhr die Meldung ein, dass bei "Bächlen" mehrere Kühe verstorben seien. «Gemäss aktuellen Erkenntnissen hatten die Tiere unter einem Baum Schutz vor dem Gewitter gesucht, als schliesslich ein Blitz einschlug», so Egger. Beim Vorfall kamen rund 20 Kühe und Kälber zu Tode. Für den betroffenen Landwirten ist die Situation schwierig. Er hat fast ein Drittel seiner Herde durch den Blitzeinschlag verloren. Die toten, aufgebläten Kadaver zu sehen und sie abzutransportieren, sei emotional sehr schwierig, gibt Peter Haldimann gegenüber neo1 zu. Für die Kälber, die ihre Mutter durch den Blitzeinschlag verloren haben, muss er nun eine andere Lösung finden, zum Beispiel mit Milchkühen. Und dann müsse er den ganzen Schaden mit der Versicherung anschauen. Das alles sei für ihn sehr schwierig. Aber irgendwie werde es schon weitergehen.
Die meisten Meldungen aus dem Grossraum Bern
Auch im Grossraum Münchenbuchsee und Jegenstorf kam es zu Überschwemmungen. «Der grösste Teil, rund dreiviertel, der Meldungen erhielten mir aus dem Grossraum Münchenbuchsee und Jegenstorf. Dort gab es aufgrund der Niederschläge vermehrt Wassermassen, die in Häuser eingedrungen sind. Deshalb waren vor allem die lokalen Feuerwehren gefordert», so Egger.
Mehrere Leichtverletzte und Evakuierung im Berner Oberland
Kurz nach 23:00 Uhr bekam die Kantonspolizei eine Information, dass es in Kandersteg zu einem Murgang gekommen ist. Dadurch trat der Sulgraben und das Zilfuribächli über die Ufer. Aufgrund dessen kam es zu Überschwemmungen in den Wohngebieten und beim Campingplatz. Die Wassermassen traten in ein Haus im Bereich «Achere», zu dieser Zeit befanden sich vier Personen darin. Allesamt konnten das Gebäude selbstständig verlassen, verletzten sich dabei aber leicht. Eine weitere Person verletzte sich leicht, als er im Keller die Fenster schliessen wollte und dabei vom Wasser überrascht wurde. Er und weitere vier Personen aus dem Gebiet «Zilfuri» musste per Rettungshelikopter aus dem Gebiet geflogen werden, bestätigt Egger.
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