Burgdorf hat auch künftig zwei verschiedene Postleitzahlen, das Südquartier ist im Hintergrund links (Bild: neo1 Archiv)
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Südquartier von Burgdorf behält seine Postleitzahl, Klimainitiative bekommt Gegenvorschlag
Nach einer emotionalen Debatte hat der Burgdorfer Stadtrat die Angleichung der Postleitzahl des Südquartiers an die Stadt abgelehnt. Das Parlament folgte damit dem Gemeinderat. Auch beim Gegenvorschlag zur Klimainitiative folgt der Stadtrat der Regierung.
Damit bleibt alles beim Alten: Das Südquartier von Burgdorf, das an Oberburg an grenzt, behält die bisherige Postleitzahl 3414. Ein parteiübergreifender Vorstoss hat verlangt, dass die Postleitzahl an Burgdorf mit 3400 angepasst wird. Es gehe darum, dass die ganze Stadt dieselbe Postleitzahl habe, argumentierten die Befürwortenden. Denn heute sei es mit dem Postverteilzentrum in der Buchmatt auch nicht mehr zu begründen, weshalb das Südquartier dieselbe Postleitzahl wie Oberburg haben müsse. Er habe Verständnis für das Thema, sagt der Stadtpräsident Stefan Berger dazu. Es gehe um Identität, um die Zugehörigkeit zur Stadt. Aber trotzdem haben er und der Gemeinderat die Motion zur Ablehnung empfohlen. Einerseits aus dem Grund, dass am Schluss die Post über eine Anpassung entscheiden würde. Und da sei nicht sicher, ob sie dem Antrag der Stadt folgen würde. Und andererseits seien Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis. Mit einer Anpassung der Postleitzahl müssten gewisse Strassennamen, die dann doppelt vorkommen würden, angepasst werden. Zudem müssten alle betroffenen Haushalte und Betriebe ihre Adressen ändern. Das sei unverhältnismässig, sagt Berger. Der Stadtrat ist in der Abstimmung - nach der emotionalen Diskussion - diesem Argument gefolgt und hat die Anpassung abgelehnt.
Gegenvorschlag zu Klimainitiative
Einstimmig sagte der Stadtrat auch Ja zum Gegenvorschlag zur Klimainitiative. Der Gemeinderat und die Verwaltung haben zur Initiative einen anderen Vorschlag ausgearbeitet. Statt jedes Jahr eine bestimmte Fläche zu entsiegeln, soll in den nächsten Jahren insgesamt eine Fläche von 21'000 Quadratmeter Boden entsiegelt werden. Das heisst, auf dieser Fläche sollen die Böden durchlässig gemacht werden, damit sie weniger Hitze abgeben. Wenn die Initianten ihre Initiative damit zurückziehen, wird der Gegenvorschlag umgestetzt. Wenn nicht, kommt es im nächsten Jahr zur Volksabstimmung.
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