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„Stärker als Gewalt“ – Ein Präventionsprojekt gegen häusliche Gewalt
„Stärker als Gewalt“ – Eine Wanderausstellung in der Berner Berufsschule sensibilisiert Jugendliche für häusliche Gewalt und zeigt Wege aus der Gewaltspirale auf.
Die Ausstellung bietet Besuchenden eine immersive Erfahrung, die das Verständnis und die Aufmerksamkeit für Gewalt im eigenen Zuhause schärfen soll. Initiiert durch eine Kooperation der Kantonspolizei Bern und weiterer kantonaler Stellen, richtet sich das Projekt an junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, sowie an Fachpersonen und Interessierte. "Häusliche Gewalt ist immer noch ein Tabuthema.", sagt Michael Fichter, Chef Prävention der Kantonspolizei Bern, vor Ort in der Ausstellung. "Seit es das Konzept der Ausstellung gibt, haben wir so Hunderte junge Menschen erreicht und für die Thematik sensibilisiert."
Studien zeigen, dass häusliche Gewalt oft in der Kindheit als akzeptiertes Konfliktverhalten erlernt wird und dadurch einen sozialen Kreislauf der Gewalt erzeugt. Die Ausstellung „Stärker als Gewalt“ setzt hier an: Als zweisprachige Wanderausstellung informiert sie Jugendliche und junge Erwachsene über Hilfsangebote und alternative Verhaltensweisen. Sie führt die Besucher:innen in eine Wohnung, die einen scheinbar normalen Alltag darstellt, hinter dessen Fassade sich jedoch die Realität häuslicher Gewalt verbirgt. In verschiedenen Räumen werden persönliche Perspektiven von Betroffenen, Tätern und Kindern dargestellt und durch interaktive Elemente sowie Erlebnisberichte ergänzt. Auf diese Weise will die Ausstellung zum Nachdenken anregen und auf Prävention aufmerksam machen. "Betroffene können sich zudem direkt vor Ort Hilfe und Rat holen.", fügt Michael Fichter hinzu.
Zusammen mit dem Berner Polizisten führt auch Eva Hauser von der Fachstelle für häusliche Gewalt in der Stadt Bern durch die Ausstellung. Sie erklärt gegenüber neo1: "Wir helfen bei allen Fragestellungen rund um das Thema häusliche Gewalt und möchten den betroffenen Personen bei der Polizei und in Fachstellen ein Gesicht geben, damit die Hürde und der Scham für Betroffene kleiner wird."
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