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Spitex in der Region gefordert

Von einem vergleichsweise ruhigen Jahr, bis zu vielen Ausfällen im Team und dementsprechend viel nötiger Flexibilität war 2020 bei den Spitex-Organisationen der Region alles dabei. Dies zeigen Interviews von Radio neo1 mit der Spitex AemmePlus AG, der Spitex Region Emmental und der Spitex Region Oberes Langetental.

Bei den beiden letztgenannten Organisationen gab es beispielsweise kaum MitarbeiterInnen, die positiv auf Covid19 getestet wurden, was sicherlich auch den Schutzmassnahmen im Team und bei Klientenbesuchen zu verdanken sei. Auch diese seien jedoch nicht ohne. Cornelia Steinmann, Geschäftsleiterin der Spitex Region Emmental beschreibt die  Situation folgendermassen: "Ich glaube, es geht allen ähnlich. Man kann nicht mehr davon hören, kommt ihm jedoch auch nicht davon." Franziska Ryser, Geschäftsleiterin der Spitex Oberes Langetental Region Huttwil ergänzt: "Die Massnahmen und die einseitigen Themen im Alltag belasten uns am meisten. Schränken ein und kosten Zeit und Disziplin." Oftmals würde man in der Pflege gerne zum Alltag übergehen, so Ryser. Natürlich sind aber beide Geschäftsleitungen sehr froh, durch die Schutzmassnahmen bis jetzt Schlimmere Ausbreitungen des Coronavirus in der Institution verhindert zu haben.

Cornelia Steinmann und Franziska Ryser vermuten sogar, dass sich 2020 durch die grosse Vorsicht aller Beteiligten die Grippe - verglichen mit anderen Wintern - sogar etwas weniger ausbreiten könne. Beide hoffen, dass sich das Coronavirus auch in den nächsten Wochen unter den Klienten und dem Personal nicht zu stark ausbreiten werde.

Trotz der strengen Schutzmassnahmen gab es während der letzten Wochen gleich 12 positive Fälle bei der Spitex AemmePlus AG. Dementsprechend brauchte es vom Team enorme Flexibilität, um für alle Klienten da sein zu können, so Geschäftsleiter Peter Schüpbach. "Während der ersten Welle war alles relativ ruhig und wir beschäftigten uns vor allem mit dem Verfeinern von unseren bestehenden Schutzkonzepten. Die zweite Welle war fürs Team - auch wegen der bis jetzt 25 positiv auf Corona getesteten Personen unter den Klienten - sehr streng." Gemäss Peter Schüpbach leiste das Team auch jetzt, über die Festtage und trotz der strengen letzten Wochen tolle Arbeit -"langsam geht ihnen aber auch der Atem aus".

Peter Schüpbach hofft darauf, dass die Festtage, an welchen sich wieder mehr Menschen treffen werden als während der letzten Wochen, dank der Schutzmassnahmen vom Bund nicht zu mehr positiven Fällen in den nächsten Wochen führen werden. Weder auf Seiten der Klienten, noch beim Personal. Cornelia Steinmann von der Spitex Region Emmental sieht das etwas angespannter: "Wir werden an den Feiertagen sehr viel Arbeit haben und mir macht etwas Angst, was nach den Feiertagen kommt, wenn sich viele Leute wieder getroffen haben werden."

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