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Spitalstandortinitiative im Kanton Bern klar abgelehnt
Die öffentlichen Spitäler im Kanton Bern erhalten keine Bestandesgarantie. Die Stimmberechtigten haben die Spitalstandort-Initiative mit Zweidrittels-Mehrheit abgelehnt. Alle grossen Parteien hatten die Nein-Parole beschlossen. 200'787 Stimmende lehnten das Begehren ab, 102'772 legten ein Ja in die Urne. Die Stimmbeteiligung betrug 41,4 Prozent, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte.
Es mache keinen Sinn, veraltete Strukturen zu zementieren, machten die Gegner geltend. Die Spitäler müssten sich im Wettbewerb behaupten können. Laut Regierung hätte die Initiative Mehrkosten in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe verursacht.
Hinter dem Begehren standen Teile der SVP, der Gewerkschaften sowie der Hebammenverband und Politiker vom Land. Sie verlangten, dass Spitäler an 14 Standorten während mindestens acht Jahren ein gewisses Angebot aufrechterhalten müssen.
Zur Begründung verwiesen sie auf die vielen Spitalschliessungen in den letzten Jahren. Vor allem auf dem Land sei die medizinische Grundversorgung zunehmend in Frage gestellt. Die unheilvolle Entwicklung müsse gestoppt werden (sda).
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