Regula Feldmann, Geschäftsführerin, Ruth Erhard, Leiterin des Geburtshauses und Matthias Scheidegger, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, freuen sich auf die Babys, die demnächst im neuen Geburtshaus zur Welt kommen. (Bild: ZVG)
Werbung
Spital Emmental eröffnet Geburtshaus in Burgdorf
Ab Mitte Juni gibt es in Burgdorf ein Geburtshaus, angegliedert an das Spital Emmental. Das Ziel: Ein ganzheitliches Angebot und die Möglichkeit für Frauen eine selbstbestimmte Geburt zu erleben mit einer Hebamme an der Seite, die sie bereits kennen.
Anfang Juni nimmt das neue Geburtshaus Emmental seinen Betrieb auf. Es ist im Spital Emmental integriert, wird aber selbstständig von Hebammen geleitet. «Gebären im Geburtshaus Emmental ist eine Alternative zur Hausgeburt oder zur Geburt in einem Spital. Die Frauen können ihre Kinder in einem familiären Umfeld möglichst selbstbestimmt und sicher auf die Welt bringen, haben aber dank der Nähe zur Spitalinfrastruktur dennoch die Gewissheit, dass im Falle eines Notfalls rasch medizinische Hilfe geleistet werden kann», sagt Ruth Erhard, Leiterin des Geburtshauses Emmental. Das Geburtshaus sei unter dem Dach des Spitals Emmental und nur eine Tür von der Frauenklinik entfernt. Im Falle von Komplikationen müssten so Frau und Kind nicht mit der Ambulanz in ein Spital gebracht werden sondern sind gleich in guten Händen, so Ruth Erhard im Interview mit neo1.
Für Matthias Scheidegger, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe und Initiant des neuen Angebots, ist das Geburtshaus Emmental eine Ergänzung innerhalb der Frauenklinik. «Bei einer normalen, gesunden Schwangerschaft braucht es nicht so viel Personal und keine hochtechnologische Medizin, wie das heute bei einer Spitalgeburt oft der Fall ist. Das Wichtigste ist, dass sich die Frau gut betreut und umsorgt fühlt, dass man auf sie eingeht und für sie da ist.» Die Idee sei es ein ganzheitliches Angebot zu schaffen.
«Was eine Geburt im Geburtshaus auszeichnet, ist sicher die vermehrte Ruhe; zudem sind weniger Fachpersonen anwesend», so Ruth Erhard. Das heisst, eine 1:1-Betreuung durch die Beleghebamme der Gebärenden und keine sich wegen Schichtbetrieb abwechselnden Hebammen. Lediglich in der letzten Geburtsphase kommt eine zweite Hebamme zur Unterstützung hinzu. Ein solches Angebot gebe es in der Region noch nicht.
Die ersten Kinder werden voraussichtlich ab Mitte Juni im neuen Geburtshaus Emmental auf die Welt kommen. Neuanmeldungen werden allerdings erst im Oktober wieder angenommen, wenn das Team der vier Hebammen komplett ist. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die beiden Hebammen, die bereits jetzt im Geburtshaus tätig sind, ausgebucht. (neo1/pd)
Werbung
