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Spital Emmental: Corona-Virus-Risiko bei uns noch sehr klein
Die neuartige Lungenkrankheit aus China, das sogenannte Corona-Virus, verbreitet sich schnell. Die Schweiz wurde von der Krankheit bisher verschont. Radio neo1 hat beim Spital Emmental nachgefragt, was das Corona-Virus überhaupt ist, wie die aktuelle Lage bei uns aussieht und was für Massnahmen bisher gemacht werden mussten.
Das Corona-Virus gehört zu einer Virus-Familie, aus der unter anderem auch das SARS-Virus (Schweren Akuten Atemwegsyndrom) stammte, erklärt Martin Egger, Chefarzt Medizin vom Spital Emmental in Langnau auf Anfrage von neo1. Es werde vermutet, dass die Viruserkrankung vom Tier auf den Menschen übertragen wurde. "Wenn ein Virus neu auftaucht, dann wird dies vorerst provisorisch betitelt. In diesem Fall ist dies "2019-ncov" und dies bedeutet neues Coronavirus. Dieser Name wird wahrscheinlich in Zukunft noch ändern", so Egger.
Das Risiko, sich in unserer Region mit dem Corona-Virus anzustecken, sei extrem klein, sagt Martin Egger. "Man muss in China unterwegs gewesen sein oder mit einer Person Kontakt gehabt haben, die in China war und sich dort angesteckt hat, um sich zu infizieren." Damit sei bei uns grundsätzlich im Alltag das Riskio bei Null. "Ausnahmefälle könnten Mitarbeitende der Tourismusbranche sein", sagt Egger weiter.
"Wir stehen am Anfang des Ausbruchs und da sieht man immer die schweren Fälle. Die ganz grosse Menge der Leute, die mildere Formen der Infektion haben, sieht man zuerst gar nicht." Wie Martin Egger sagt, war das auch schon bei der Schweinegrippe 2009 so. "Es wird nicht so sein, dass die Mehrzahl der angesteckten Menschen, schwere Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen davon tragen wird."
In der allgemeinen Bevölkerung braucht es laut Martin Egger keine Massnahmen. "Im Spital sind wir während der Grippe-Saison sowieso immer aufmerksam. Generell haben wir Standartmassnahmen: Wenn ein Patient Anzeichen auf einen Atemwegsinfekt hat, werden automatisch Personal und die anderen Patienten geschützt." Bei konkretem Verdacht auf eine Viruserkrankungen werden gemäss Martin Egger einschneidendere Massnahmen gemacht. "Wenn ein bestätigter Fall bei uns wäre, dann würden wir mit der Kantonsärztin absprechen, ob der Patient überhaupt bei uns behandelt werden würde." Martin Egger geht davon aus, dass der betroffene Patient danach ins Zentrumsspital verlegt werden würde.
Weitere Informationen zum Virus:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Ton 1: Was genau ist das Corona-Virus?
Ton 2: Wo ist das Virus verbreitet?
Ton 3 & 4: Was dagegen tun? Die Kantonsärztin gibt Tipps
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