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| Wochengespräch

Spital-Chef Anton Schmid will mehr bewegen

Diese Woche liess er die Bombe platzen: Anton Schmid verlässt auf Ende Februar das Spital Emmental und wird neuer CEO des Kantonsspitals Aarau (KSA). Sechseinhalb Jahre war er Geschäftsführer des Spitals Emmental. Der Aargauer blickt auf eine anstrengende Woche und eine fordernde Zeit zurück. 

"Meine Kolleginnen und Kollegen, die Bevölkerung des Emmentals sind mir sehr ans Herz gewachsen. Einen solchen Entscheid trifft man nicht locker, das war ein schwieriger Prozess", erzählt Anton Schmid im Wochengespräch. Es wird sofort klar: ihm ist die Region Emmental und das Team des Spitals wichtig. "Für mich ist das Kernziel, das was mich jeden Tag antreibt, dass ich etwas Gutes für die Menschen mache. Da freut es mich besonders, dass wir hier im Spital Emmental ein super Team sind. Sonst hätten wir das alles nicht geschafft. Gerade der Neubau und die Sanierungen zusammen mit dem operativen Betrieb unter einen Hut zu bringen, haben viel Energie gekostet, aber es ist gelungen." Sein grösster Stolz: Diverse Angebote aufbauen zu können, in der Nähe der Emmentaler:innen. Die Angebote hier in der Region auszubauen, dies sei gelungen, so Anton Schmid.

Anton Schmid will dem Fachkräftemangel entgegenwirken 

Ein Grund für den Wechsel nach Aarau: Anton Schmids Einfluss hat mit dem Kantonsspital, dem siebtgrössten Spital der Schweiz mehr Gewicht, wenn es um gesundheitspolitische Themen geht. "Ein wichtiges Thema ist sicher die wohnortsnahe Spitalversorgung, welches nicht nur das Emmental sondern die ganze Schweiz betrifft", sagt Anton Schmid. Besonders beschäftigt ihn der Fachkräftemangel. Es werde die ganze Zeit davon gesprochen, dass mehr Hausärzt:innen ausgebildet werden sollten. "Sie können sich vorstellen, dass man mit der Zeit ungeduldig wird, wenn immer davon gesprochen wird, dass dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden sollte, es aber trotzdem kein schweizweites System gibt, welches jedes Spital dazu zwingt, Assistent:innen auszubilden." Im Spital Emmental hat Anton Schmid trotz zum Teil schwieriger wirtschaftlicher Lage jedes Jahr 1,5 Millionen Franken in die Ausbildung von Assistent:innen gesteckt. Als er anfing wurden pro Jahr 50 Assistent:innen ausgebildet, nun sind es 80 Leute. "Mich stört es, dass das andere nicht machen und dass die Politik da nur zuschaut", so Anton Schmid. Auch am Kantonsspital Aarau möchte er alle möglichen Wege beschreiten, damit die Thematik endlich zu Ende geführt wird. 

 

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