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Sperlisacher in Worb wird nicht abgerissen
Die Kirchgemeinde Worb hat am Dienstagabend den Planungskredit Sperlisacher deutlich abgelehnt. Die Pläne einer Wohnüberbauung anstelle des Kirchenzentrums sind damit vorerst gescheitert.
Am Schluss half alles nichts: Nicht die Zahlen, die beweisen sollten, dass das Kirchenzentrum Sperlisacher langfristig zu teuer sei für die Kirchgemeinde Worb. Nicht die Versicherung, dass es bei der Kreditvorlage um den Erhalt und nicht um das Ende eines Treffpunkts gehe. Nicht das Versprechen, dass die Wünsche des Kirchenvolks in die Planung einfliessen würden Und nicht die Beschwörung der Zukunft, an die es zu denken gelte anstatt an Erinnerungen festzuhalten. Die Kirchgemeinde Worb lehnte mit 43 Ja und 83 Nein bei 5 Enthaltungen den Planungskredit Sperlisacher deutlich ab.
"Er könne sich aber keinen Vorwurf machen, nicht alles dafür getan zu haben, um die Vorlage durchzubringen", so Kirchgemeinderatspräsident Werner Lüthi. "Was nun mit dem Gebiet passiert, das sei im Moment aber noch unklar. Vorläufig bleibe alles beim Alten."
Mit dem Kredit über 300'000 Franken wollte der Kirchgemeinderat ein qualitätssicherndes Verfahren durchführen. Ziel wäre das Vorprojekt zu einer Überbauung gewesen, in der sich die Kirchgemeinde einmieten wollte. Das Kirchgemeindezentrum Sperlisacher Rüfenacht wäre abgerissen worden. Präsentiert wurde die Vorlage von Kirchgemeinderat Theo Schmid und Raumplaner Res Wyss.
Die Mehrheit der Anwesenden folgte jedoch den Argumenten von Hans Steiner, Präsident des Vereins „Sperlisacher bleibt!“ und den meisten Wortmeldungen aus dem Publikum. Auch Steiner präsentierte Zahlen, um zu beweisen, dass sich die Kirchgemeinde das Zentrums Sperlisacher eben doch leisten könne. Er erinnerte daran, dass die Kirchgemeinde seinerzeit das Land sehr günstig kaufen konnte, allerdings mit der Zweckbindung, darauf ein kirchliches Zentrum zu bauen.
Für den Kirchgemeinderat bedeutet die Ablehnung des Planungskredits einen Verweis zurück auf Feld Null. Insbesondere die Arbeitsgruppe „Zukunft Sperlisacher“, die gemeinsam mit Finanz-, Bau- und Raumplanungsfachleuten die Vorlage ausgearbeitet hatte, dürfte am Dienstag einen tüchtigen Frust nach Hause genommen haben. (neo1/bern-ost)
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