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| Wirtschaft

SOB erhält von SBB zwei Fernverkehrslinien

Die Schweizerische Südostbahn (SOB) soll ab Dezember 2020 für die SBB zwei Linien betreiben, darunter die Gotthard-Bergstrecke. Die betriebliche Verantwortung liegt bei der SOB, die aber unter dem Dach einer einheitlichen SBB-Fernverkehrskonzession fährt. Dieser langfristigen Kooperation, deren Verträge am Freitag unterzeichnet wurden, gingen in den vergangenen vier Monaten intensive Gespräche voraus. "Beide Seiten haben Schritte aufeinander zu gemacht, sich geöffnet und Vorurteile über Bord geworfen", sagte SOB-CEO Thomas Küchler in Zürich vor den Medien. Hintergrund der Zusammenarbeit von SBB und SOB ist die Neuvergabe der Konzessionen für den Fernverkehr, die grösstenteils Ende 2017 auslaufen. Neben der SOB, die bereits Interesse am Betrieb der Gotthard-Bergstrecke angemeldet hatte, liebäugelte auch die BLS damit, das Monopol der SBB auf den Fernverkehrslinien zu knacken. Sie präsentierte bei der Bilanzmedienkonferenz im April ein entsprechendes Konzept für drei Flughafen-Linien. Konkret möchte die BLS das Wallis und das Berner Oberland mit dem Flughafen Zürich-Kloten verbinden und die Strecke Interlaken-Basel übernehmen.

 

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