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| Gesellschaft

SexarbeiterInnen während der Coronakrise

Durch die Massnahmen vom Bundesrat zur Coronakrise haben SexarbeiterInnen im Moment nicht nur keine Arbeit, sondern laufen auch Gefahr, obdachlos zu werden.

Von einem Tag auf den anderen durften wegen der Corona-Krise auch die SexarbeiterInnen nicht mehr arbeiten. Das Einkommen fällt weg und das bringt viele SexarbeiterInnen in eine prekäre Situation, erzählt Christa Amman, Leiterin der Geschäftsstelle Xenia Bern. Die Fachstelle für Sexarbeit unterstützt SexarbeiterInnen im Moment mit Nothilfe, unterstützt sie auch beim Ausfüllen von Formularen für Erwerbsersatzentschädigungen und bei der Anmeldung zum Sozialdienst. Nicht immer sei aber ein Anspruch da und so leistet Xenia auch Nothilfe mit finanziellen Zuschüssen für Nahrungsmittel.

Es sei für viele SexarbeiterInnen zusätzlich schwierig im Moment, weil sie häufig am selben Ort arbeiten und wohnen und keine private Wohnung hätten. Dies führt zu einer akuten Bedrohung durch Obdachlosigkeit. Mit einigen Betrieben konnte Xenia schauen, dass die SexarbeiterInnen doch noch dort wohnen können. Teilweise wurde die Miete erlassen, es gibt aber auch SexarbeiterInnen die kein Zimmer mehr hätten und in eine Notunterkunft ziehen mussten.

Private Haushalte haben ihre Hilfe angeboten, erzählt Christa Ammann gegenüber neo1, und haben Platz für obdachlose SexarbeiterInnen angeboten. So konnten sie bis jetzt für alle SexarbeiterInnen die gesucht haben, einen Platz finden. Es sei aber schwierig abzuschätzen: Je länger die Situation dauert, desto grösser sei die Chance, dass SexarbeiterInnen ihren Wohnort verlieren. 

Sie seien im Moment aber auch auf Spenden angewiesen, um bei Bedarf finanzielle Hilfe für Lebensmittel leisten zu können, so Christa Ammann von Xenia.

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