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| Politik | Wirtschaft

Selbständige bangen um ihre Existenz

Die Coronaviruskrise trifft fast alle. Schon jetzt zeichnet sich ab, die wirtschaftlichen Auswirkungen sind enorm. Während der Bundesrat schon ein grosses Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt hat, bangen selbständige Einzelunternehmen noch immer um ihre Existenz. Nun fordern sie Hilfe.

Auf den sozialen Medien gibt es verschiedene Initiativen, wo sich betroffene Selbständige zusammenschliessen. Sie verlangen, dass der Bund das Gesetz so schnell wie möglich anpasst, damit auch Einzelfirmen von Kurzarbeit oder Direktzahlungen profitieren können. Denn ohne diese Hilfe erwartet sie mit grosser Wahrscheinlichkeit nur der Konkurs. Auch die Podologin Theresa Simon-Zürcher, die in Herzogenbuchsee eine Praxis führt, macht bei der Initiative "Laden zu - was nun?" mit. Sie darf kaum mehr Kunden behandeln und kann das Geschäft so nicht mehr lange halten. Auch Handwerker, Coiffeurgeschäfte oder kleine Läden sind stark betroffen.

Der Ruf nach Hilfe ist auch bei den Sozialpartnern und den Kantonen nicht ungehört geblieben. So fordert auch der Kanton Bern, dass der Bund sofort Massnahmen ergreift, um auch den Einzelfirmen zu helfen. Und die Sozialpartner (Gewerkschaften, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände) verlangen baldige Klarheit. Denn: reagiert der Bund nicht bald, könnte es für die betroffenen Geschäfte schon bald zu spät sein. Und dann wären tausende Arbeitsplätze verloren.

Zudem haben die Kantone Bern und Luzern beide Sofortmassnahmen für die lokale Wirtschaft beschlossen. In Zusammenarbeit mit den Banken soll den Betrieben unter die Arme gegriffen werden.

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