(Bild: Archiv neo1)
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SCL Tigers wandeln Steh- in Sitzplätze um – Fans reagieren mit Kritik
Weil immer mehr Zuschauerinnen und Zuschauer lieber sitzen als stehen, bauen die SCL Tigers während der laufenden Saison Stehplätze zu Sitzplätzen um. Das sorgt bei einigen Fans für Unmut.
Die SCL Tigers reagieren auf eine veränderte Nachfrage im Stadion: Immer mehr Fans möchten den Match lieber sitzend verfolgen. Gleichzeitig sind die Sitzplätze fast vollständig ausverkauft. "80 Prozent unserer Sitzplätze sind durch Saisonkarten belegt, und nur wenige Plätze können noch gebucht werden", erklärt Geschäftsführer Dieter Aeschimann gegenüber neo1.
Um mehr Einnahmen zu generieren, werden 120 Stehplätze auf der Längsseite in Sitzplätze umgebaut – und das bereits während der laufenden Saison. "So können wir etwa 70 Sitzplätze zusätzlich anbieten, das bringt rund 40'000 Franken. Auf dieses Geld sind wir angewiesen", so Aeschimann.
Fans aus dem betroffenen Stehplatzsektor erhielten ein Vorkaufsrecht auf die neuen Sitzplätze. Sie können ihren Platz für einen Aufpreis von 415 Franken übernehmen. Doch nicht alle sind begeistert. In einem offenen Brief schreibt der Sektor 46: "Eine ganz stille und unauffällige Reduktion der Stehplätze wäre wohl der Plan gewesen. Doch dass davon Menschen betroffen sind, die seit Jahren oder gar bald Jahrzehnten am gleichen Platz stehen, davon wollte man wohl nichts wissen."
Aeschimann zeigt Verständnis, bleibt aber bei der Entscheidung: "Ja, es hat mir weh getan, wenn wir dem einen oder anderen keine Freude machen konnten. Die meisten haben aber verstanden, dass es wirtschaftlich nötig ist."
Bis am 20. Dezember 2025 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein.
Neue Westtribüne geplant
Aufgrund der Nachfrage nach mehr Sitzplätzen prüfen die SCL Tigers den Bau einer zusätzlichen Sitztribüne auf der Westseite der emmental Versicherung Arena. Bereits im September des vergangenen Jahres wurde über der Fankurve die neue Raiffeisen-Tribüne eröffnet.
Diese Erweiterung kam gut an. Nun möchten die Tigers auf der Westseite etwas Vergleichbares realisieren. Eine einfache Aufgabe ist das jedoch nicht, wie Aeschimann betont. "Es ist ein relativ schwieriges Unterfangen. Bauliche und logistische Herausforderungen sowie die Kosten seien noch zu klären. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass diese Idee umsetzbar ist. Es wäre ein grosser Mehrwert für das Stadion und den Verein."
Wann der Bau tatsächlich starten könnte, bleibt deshalb offen. Sicher sei lediglich, dass in der kommenden Saison noch keine Veränderungen sichtbar sein werden, so der Geschäftsführer.
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