Die Schweizer Sportwelt warnt vor der SRG-Halbierungsinitiative (Bild: pixabay/rojesh55)
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Schweizer Sport warnt vor Folgen der SRG-Halbierungsinitiative
Der Schweizer Sport stellt sich geschlossen gegen die SRG-Halbierungsinitiative. Vertreter:innen von sechs grossen Sportorganisationen warnten am Dienstag in Bern vor einschneidenden Folgen für Berichterstattung, Nachwuchsförderung und Wirtschaft, sollte die Vorlage am 8. März 2026 angenommen werden.
An einer viersprachigen Medienkonferenz lancierten Swiss Olympic, Swiss Basketball, Swisstopsport, Swiss Paralympic, der Schweizerische Turnverband und der Schweizerische Fussballverband eine gemeinsame Kampagne. Ihr Slogan: "SRG halbiert, Sport verliert".
Die Organisationen betonten die zentrale Rolle der SRG für die Sichtbarkeit des Sports. Jährlich übertrage das Medienhaus rund 9000 Stunden Live-Sport in allen Landessprachen. Mehr als die Hälfte davon zeigt Sportarten ausserhalb des medialen Hauptinteresses – eine Breite, die europaweit einzigartig sei. Auch die Produktion von über 100 nationalen Sportevents pro Jahr wäre bei einer Halbierung der Mittel nicht mehr gesichert.
Ins Herz der Sportförderung
Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold sprach von einem direkten Angriff auf die Schweizer Sportförderung. Für Verbände, Vereine und Athletinnen sei die Präsenz auf den SRG-Kanälen entscheidend für Reichweite und Sponsoring. «Wenn diese Bilder verschwinden, verliert der Sport seine Zugkraft», sagte Metzler.
Auch wirtschaftliche Folgen seien zu erwarten. Der Schweizer Sport generiere jährlich eine Wertschöpfung von über elf Milliarden Franken, erklärte Swisstopsport-Geschäftsführerin Luana Bergamin. Ohne die Reichweite der SRG drohten Sponsorenverluste und das Aus für zahlreiche nationale Veranstaltungen.
Besonders betroffen wären laut den Verbänden Randsportarten und der Behindertensport. Swiss-Paralympic-Geschäftsführerin Conchita Jäger warnte vor einem massiven Verlust an Sichtbarkeit und Fördermitteln.
Initianten sprechen von Angstmacherei
Die Initianten der Vorlage weisen die Kritik zurück. SVP-Nationalrat Gregor Rutz sprach von «Angstmacherei» und betonte die Bedeutung einer vielfältigen Medienlandschaft. Auch nach einer Annahme der Initiative verfüge die SRG über ausreichend Mittel. Ähnlich äusserte sich Jonas Lüthy, Präsident der Jungfreisinnigen, der die Befürchtungen der Sportverbände als übertrieben bezeichnete.
Über die SRG-Halbierungsinitiative entscheidet die Stimmbevölkerung am 8. März 2026.
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