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Schweizer Museumspass verzeichnet Rekord und feiert Jubiläum
Der Schweizer Museumspass hat im Jahr 2025 erstmals über 1,5 Millionen Eintritte generiert. Zu seinem 30-Jahr-Jubiläum wird die Stiftung Schweizer Museumspass im November den nationalen Museumspreis verleihen.
Die Rekordzahl an Eintritten entspricht einem Plus von über 6 Prozent. Der Anfang sei nicht einfach gewesen, doch der Museumspass sei zum wirtschaftlichen Faktor für Museen in der ganzen Schweiz geworden, sagte Museumspass-Präsidentin Christina Hanke am Donnerstag im Kunstmuseum Bern.
Die Stiftung war 1996 gemeinsam mit dem Bundesamt für Kultur, Schweiz Tourismus und dem Verband der Schweizer Museen gegründet worden. Zu Beginn seien 150 Museen an Bord gewesen und 3000 Pässe verkauft worden. "Heute sind fast 550 Museen dabei", sagte Hanke weiter.
Aus einer visionären Idee sei eine Institution geworden, bekräftigte Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider an der Medienkonferenz. Sie hob weiter die Bedeutung des Passes für die Vermittlung von Wissen und Werten hervor. Museen seien zu breit gefächerten Plattformen, etwa für Bildung, geworden. "Echte Orte der Begegnung werden wichtiger in Zeiten, in denen sich immer mehr ins Digitale verlagert", so die Kulturministerin.
"Der Erfolg des Passes zeigt, wie gross das Bedürfnis ist, Kunst unmittelbar zu erleben", ergänzte Jonathan Gimmel, Stiftungsratspräsident der Dachstiftung Kunstmuseum Bern/Zentrum Paul Klee.
Publikum bestimmt Preisträger
Zu den mit dem Museumspass meistbesuchten Museen gehörten 2025 das Landesmuseum Zürich, das Kunstmuseum Bern, das Zentrum Paul Klee in Bern, Plateforme 10 in Lausanne und das Kunstmuseum Basel.
Der Pass ist auch Teil des Swiss Travel System, mit dem Touristinnen und Touristen uneingeschränkt mit dem Zug die Schweiz bereisen und Museen besuchen können. Unter ihnen am beliebtesten waren das Fifa-Museum in Zürich, das Matterhorn Museum in Zermatt sowie das Château de Chillon am Genfersee.
Im November wird die Stiftung Schweizer Museumspass erstmals den Schweizer Museumspreis verleihen. Das Museum, das den Preis erhalten will, soll vom Publikum bestimmt werden.
Im Jubiläumsjahr besprechen zudem ausgewählte Persönlichkeiten Objekte in verschiedenen Schweizer Museen. Den Anfang machte am Donnerstag gleich Baume-Schneider. Sie besprach ihr Lieblingswerk von Sophie Taeuber-Arp, "Sechs Räume mit vier kleinen Kreuzen" aus dem Jahr 1932.
Für 2026 ist die Stiftung weiter drei karitative Kooperationen zur Erhöhung der kulturellen Teilhabe eingegangen. Caritas und Pro Senectute erhielten je 10'000 Museumseintritte, die Reka Stiftung Ferienhilfe 3'500. (sda)
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