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Schneeschuhlaufen und Wild - verträgt sich das?

Das schöne Wetter und der viele Schnee locken viele Leute nach draussen. Nicht nur zum Skifahren oder Schlitteln, sondern auch zum Schneeschuhlaufen. Wer sich hierbei nicht vorher informiert und einfach drauflos läuft, gefährdet das Wild.

Bereits seit dem Lockdown im letzten Jahr zieht es viel mehr Leute nach draussen in die Natur. Dies merkt auch das Jagdinspektorat des Kantons Bern, erzählt Karin Thüler, Stellvertretende Jagdinspektorin, im Interview mit neo1. Der Kanton Bern hat Wildschutzgebiete mit bestimmten Schutzbestimmungen, welche Schneeschuhwanderer einhalten müssen. Im Moment sind ist der Kanton daran, das Gebiet mit Tafeln zu beschildern, damit die Leute wissen, wo sie durchlaufen dürfen. "Die Leute, welche diese Tafeln lesen, sich vorinformieren oder das Gebiet kennen, die wissen meistens, um was es geht. [] Die Leute, die sich an die Schneeschuh-Trails oder Winterwanderwege halten, dort sieht man weniger ein Problem", so Karin Thüler weiter. Wildaufscheuchungen gibt es vor allem dann, wenn die Leute querfeld durch den Wald laufen .   

Wild, welches sich zurückzieht, funktioniert im Winter vorallem durch Energiesparen. Daniel Schmid, kantonaler Wildhüter von Luzern erklärt: "Die Nahrung ist nur sehr spärlich vorhanden und die Qualität der Nahrung ist spärlich. Wild ist darauf angewiesen, dass die Energiereserven, welche den ganzen Sommer aufgebaut wurden, über den Winter reichen. Jede Störung bedeutet Flucht, bedeutet Stress und somit ein grösserer Energie-Verzehr, welcher unter Umständen im Frühling fehlen kann." Um das Wild zu schützen, wollen die Gebiete deshalb mehr Sensibilisierungsarbeit leisten und die Leute informieren. 

Internetseiten

https://www.wildruhezonen.ch/
https://natur-freizeit.ch/schneesport-mit-ruecksicht

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