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Schmid, Kurashev und Christen: Schweizer Aufgebot für das olympische Eishockey-Turnier ist bekannt

Nun ist klar, mit welchen Spielerinnen und Spielern die Schweiz ans olympische Eishockey-Turnier in Mailand fährt. Die Trainer haben ihr Aufgebot heute bekannt gegeben.

Die Selektion von Nationaltrainer Patrick Fischer beinhaltet kaum Überraschungen. Nominiert wurden drei Torhüter, acht Verteidiger und 14 Stürmer. Diese 25 Akteure können für die Olympischen Spiele in Mailand nur noch ausgetauscht werden, wenn sie sich verletzen.

Davon betroffen sind derzeit die Stürmer Pius Suter und der Münsinge Philipp Kurashev, die bei ihren NHL-Teams auf der Verletztenliste stehen. Das Duo stiess wie Verteidiger Janis Moser zu den bereits im vergangenen Sommer nominierten Roman Josi, Jonas Siegenthaler, Kevin Fiala, Nico Hischier, Nino Niederreiter und Timo Meier, womit insgesamt neun Schweizer NHL-Feldspieler im Aufgebot stehen.

Der Grossteil des Schweizer Olympia-Kaders (20 Spieler) gehörte im vergangenen Frühling dem WM-Team an, das im Final den USA nach Verlängerung unterlag. Der letztjährige Schweizer WM-Topskorer Tyler Moy hat es jedoch nicht ins Olympia-Aufgebot geschafft.

Zehn Spieler nahmen schon mindestens einmal an Olympischen Spielen teil, unter ihnen Leonardo Genoni und Reto Berra, die zum dritten Mal an Winterspielen dabei sein werden. Das Goalie-Trio ergänzt der Langnauer Akira Schmid aus der NHL-Organisation der Vegas Golden Knights, einer von fünfzehn Olympia-Debütanten im Schweizer Kader.

Alle Aufgebotenen nahmen schon an Weltmeisterschaften teil. Vom letztjährigen WM-Team fehlen nebst Moy und dem zurückgetretenen Andres Ambühl auch die Stürmer Grégory Hofmann und Nicolas Baechler sowie Verteidiger Dominik Egli.

Die Schweiz bestreitet ihr erstes Gruppenspiel am 12. Februar gegen Frankreich. Die weiteren Vorrundengegner sind Rekordolympiasieger Kanada (13. Februar) und Tschechien (15. Februar). Die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite ziehen direkt in die Viertelfinals ein, alle anderen Teams müssen den Umweg über die Achtelfinals nehmen.

Erstmals seit 2014 sind bei Winterspielen wieder NHL-Stars dabei. Sowohl vor zwölf Jahren in Sotschi wie auch 2018 in Pyeongchang schieden die Schweizer in den Achtelfinals aus. Beim letzten olympischen Turnier 2022 in Peking erreichte die Schweiz nach einem Sieg gegen Tschechien (4:2) die Viertelfinals, wo gegen den späteren Olympiasieger Finnland (1:5) Endstation war.

Alina Müller und Lara Stalder führen das Schweizer Aufgebot an

Der Schweizer Frauen-Nationaltrainer Colin Muller hat für die Olympischen Spiele in Mailand 23 Spielerinnen aufgeboten.

Die erfahrensten Spielerinnen im Schweizer Olympia-Aufgebot sind Alina Müller und Lara Stalder. Die 27-jährige Winterthurerin und die vier Jahre ältere Luzernerin stehen vor ihren vierten Olympischen Spielen. Beide gehörten bereits 2014 in Sotschi zum Team, das sensationell die Bronzemedaille gewann. Im Team ist auch die Huttwilerin Lara Christen, die Goalie Saskia Maurer aus dem Röthenbach und die Bleienbacherin Alina Marti.

In den seither folgenden neun Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spielen gelang es den Schweizerinnen nicht mehr, diesen Exploit zu wiederholen. Eine Medaille bleibt für das Team von Trainer Colin Muller jedoch auch in Mailand das erklärte Ziel. Als Weltranglisten-Fünfte sind die Schweizerinnen der Gruppe A zugeteilt und haben damit die Viertelfinal-Qualifikation bereits auf sicher. Ab der K.-o.-Phase beginnt für sie das Turnier im eigentlichen Sinn.

SDA/neo1

Schweizer Aufgebot der Frauen für die Olympischen Spiele in Mailand:

(6. bis 22. Februar). Tor (3): Andrea Brändli (Frölunda/SWE), Saskia Maurer (Bern), Monja Wagner (Union College/USA). - Verteidigung (7): Alessia Baechler (Northeastern University/USA), Annic Büchi (Zug), Lara Christen (Bern), Laure Mériguet (Genève-Servette), Shannon Sigrist (ZSC Lions), Nicole Vallario (PWHL New York/USA), Stefanie Wetli (Bern). - Sturm (13): Leoni Balzer (Davos), Rahel Enzler (Zug), Naemi Herzig (Holy Cross University/USA), Sinja Leemann (Bern), Lena-Marie Lutz (Ambri-Piotta), Alina Marti (Zug), Alina Müller (PWHL Boston/USA), Kaleigh Quennec (Bern), Noemi Ryhner (Zug), Vanessa Schaefer (University of British Columbia/CAN), Lara Stalder (Zug), Ivana Wey (Zug), Laura Zimmermann (St. Cloud University/USA). - Trainer: Colin Muller, Assistent Alfons Malmström.

 

Schweizer Aufgebot der Männer für die Olympischen Spiele in Mailand

(6. bis 22. Februar). Tor (3): Reto Berra (Fribourg-Gottéron), Leonardo Genoni (Zug), Akira Schmid (Vegas Golden Knights). - Verteidigung (8): Tim Berni (Genève-Servette), Michael Fora (Davos), Andrea Glauser (Fribourg-Gottéron), Roman Josi (Nashville Predators), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa Bay Lightning), Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils). - Sturm (14): Sven Andrighetto (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg-Gottéron), Kevin Fiala (Los Angeles Kings), Nico Hischier (New Jersey Devils), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Philipp Kurashev (San Jose Sharks), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey Devils), Nino Niederreiter (Winnipeg Jets), Damien Riat (Lausanne), Sandro Schmid (Fribourg-Gottéron), Pius Suter (St. Louis Blues), Calvin Thürkauf (Lugano). - Trainer: Patrick Fischer; Assistenten Jan Cadieux und Rikard Franzén.

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