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Schlechter Sommer für die Obsternte
Frostnächte im April, Unwetter im Juni und viel Regen. Die Obstbauern und -bäuerinnen merken jetzt, in der Erntezeit die schlechten Wetterbedingungen des Sommers. Entweder froren die Blüten der Obstbäume bereits im Frühling ab, die Früchte wurden durch das nasse Wetter anfälliger für Pilzkrankheiten und bei manchen Landwirt:innen zerstörte der Hagel nahezu die ganze Ernte.
Bei Christoph Jakob aus Bätterkinden ist genau das eingetroffen: bei ihm haben die Unwetter von diesem Jahr gewütet. Anstatt 5 Tonnen Äpfel konnte er gerademal noch 50 Kilogramm ernten, erzählt er auf Anfrage von neo1. Marco Messerli aus Kirchdorf spricht von einem Drittel weniger Ernte. Zum einen fielen die Früchte bereits im Frühling dem Frost zum Opfer, zum andern war die Befruchtung schlecht: "Als die Bienen hätten fliegen sollen, hat es viel geregnet, dadurch gab es auch schon wieder weniger Äpfel", so Marco Messerli. Dann kamen auch noch Pilzerkrankungen hinzu. Am Schluss die Bilanz: Gut ein Drittel weniger Obsternte. Bei Stefan Hager aus Aefligen war auch in erster Linie der Frost im Frühling das Problem. Da er eine kleinere Obstplantage besitz, habe sich der Aufwand auch gar nicht gelohnt, Massnahmen in den Frostnächte zu ergreifen. "Wir rechnen damit, dass wir etwa 50% weniger Ertrag haben werden, durch den Frost", sagt Stefan Hager im Interview mit neo1.
Nachfrage gross, Preis bleibt stabil
Weil das Wetter aber in der ganzen Schweiz und auch in den Nachbarländern gleich war, gab es nirgends viele Äpfel und Birnen, so Marco Messerli. "Dadurch bleibt zumindest der Preis stabil. Die Nachfrage ist da. Allerdings fehlen uns die 30% Ernteausfall schon. Aber wir, mit unserem Betrieb können das überbrücken." Die grössere Nachfrage und allenfalls bessere Preise könnten den Aufwand der Obstbauern in diesem Jahr aber nicht decken, meint auch Stefan Hager. Auch Christoph Jakob kann die hohe Nachfrage nicht trösten. Er hat zu viel seiner Ernte verloren: "Ich muss all meinen Kunden, die jeweils Produkte bei mir beziehen sagen, dass es dieses Jahr zum Beispiel keinen reinen Gravensteiner-Most gibt."
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