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Sammeln
Früher waren es Beeren und Pilze, heute sind es Pokémon-Karten oder Gartenzwerge: Menschen sammeln seit eh und je. Wir treffen Menschen aus der Region und erfahren, was am Sammeln Freude bereitet.
Auch dieses Jahr gab es wieder einen Sammeltrend, der zu reden gab: Labubus. Auf die plüschigen Schlüsselanhänger in verschiedenen Varianten gab es einen Hype. Dass Menschen Freude haben am Sammeln und am Besitz von Objekten, die es nur selten gibt, ist allerdings nicht neu. Bereits im 19. Jahrhundert begannen Privatpersonen Sammlungen zu ihrer eigenen Freude anzulegen, die ihr Leben etwas unterhaltsamer oder dekorativer machten. Solche Sammlungen haben auch einen sozialen Aspekt. Wer sammelt, kann sich darüber austauschen, anderen seine seltenen Funde präsentieren oder mit Gleichgesinnten Objekte tauschen.
«Für seltene Stücke habe ich schon viele Kilometer zurückgelegt», erzählt Kevin Huber. Er sammelt alles, was mit Gaming zu tun hat: Spiele, spezielle Konsolen, limitierte Controller aber auch Figuren, Lampen oder sonstige Gegenstände, die mit den Games zu tun haben. «Es gibt viele Objekte, die man nicht mehr im Handel kaufen kann. Darum schaue ich oft Inserate durch und komme so mit vielen Menschen in Kontakt, die die gleichen Interessen haben wie ich», so Kevin Huber. Der Austausch, das Unterwegs sein und der Einblick in andere Sammlungen sei ein schöner Aspekt dieses Hobbys.
Auch für Hansruedi Stämpfli und Bernhard Jaun bedeutet das Sammeln Austausch. Beide sammeln seit Jahren Briefmarken und sind im Philatelisten-Club Burgdorf. «Briefmarken zu sammeln bedeutet auch immer Forschung zu betreiben», so Bernhard Jaun. Es braucht zum Teil viel Wissen um einschätzen zu können, ob eine Briefmarke Seltenheitswert hat. An Ausstellungen, Börsen und Auktionen finden sich immer wieder Exemplare, um die eigene Sammlung zu komplettieren. «Es ist ein Sammelfieber, das einen packt», so Hansruedi Stämpfli. Er hat bereits in jungen Jahren mit dem Sammeln von Briefmarken begonnen. «Die Geschichten hinter den Briefmarken sind spannend, es gibt immer wieder schöne und faszinierende Momente beim Sammeln.»
Maggie Hubers Sammlung begann mit einer Faszination: «Als Kind war ich nie am Meer. Als ich das erste Mal mit meinem eigenen Geld eine Reise ans Meer machte, nahm ich eine Handvoll Sand mit nach Hause als Erinnerung», das sei vor etwa 40 Jahren gewesen. Ab da nahm sie von jeder Reise etwas Sand mit. Über die Jahre brachten ihr auch Freunde und Bekannte Sand in kleinen Gläschen. So wuchs die Sammlung auf über 150 Gläser mit Sand aus aller Welt. «Heute ist es an vielen Orten verboten, Sand oder Muscheln mitzunehmen. Das respektiere ich. Die Faszination für den Sand bleibt aber. Ich finde es spannend, wie verschieden Sand sein kann. Je nach Ort hat er eine andere Farbe, ist ganz fein oder besteht aus kleinen Steinchen oder ganz vielen kleinen Muschelteilchen.»
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